Was tun?

Was tun?

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00:00:01: Hallo liebe, was tun Crowd?

00:00:02: Wie ihr wisst sind Inken und ich gerade in der Podcastpause.

00:00:06: Und melden uns im August wieder bei euch mit neuen Folgen zurück!

00:00:09: Damit ihr nicht so lange warten müsst, posten wir euch jetzt aber unsere All-Time-Favorite-Episoden in den Feed.

00:00:16: Vor zwei Jahren haben wir mit Elinor und Luiz von dem Zulevant de la Terre in Frankreich gesprochen.

00:00:22: Sie berichten vom radikalm Aktivismus in Zeiten wachsener Wasserknappheit und erzählen, wie wichtig es für sie ist Beziehung zu dem Land und den Menschen vor Ort aufzubauen.

00:00:32: Jetzt viel Spaß bei der Folge!

00:00:34: Und bis bald wenn es wieder heißt... Was tun?

00:00:53: Hallo und herzlich willkommen zum was tun Podcast.

00:00:56: Hier sprechen wir einmal im Monat mit Aktivistinnen und Aktivisten darüber Wie wir als Linke nicht nur kämpfen sondern auch gewinnen können Und wir, das sind Inken Bärmann und Valentin Ißen.

00:01:08: Wir diskutieren beide viel über politische Strategie und wir machen diesen Podcast um unsere Diskussion mit euch zu teilen.

00:01:16: Heute haben wir mal wieder eine internationale Folge für euch.

00:01:20: Ja, wir haben weit gereist zu Gäste, nämlich zwei Aktivisten und Übersetzerinnen von den Soulef-Mondulatère.

00:01:27: Das ist eine französische Bewegung die sich gegen Flächenversiegelung und Watergrabbing einsetzt und da auch mit großen Aktionen und Demonstrationen ganz schön viel Furore gesorgt haben.

00:01:37: Zwischendurch wollte sogar die französe Regierung die Soulefe-Mondeulataire per Decret verbieten.

00:01:44: mittlerweile ist das Verbot allerdings geklärt kippt worden, weil gesagt wurde eine Bewegung kann man gar nicht verbieten.

00:01:50: Von daher keine Rechtsform kein Verbot.

00:01:55: und auch in Deutschland überlegen ja immer mehr Leute wie man auch hier die Kämpfe um zunehmende Wasserknappheit politisch gut führen kann.

00:02:04: Und wir dachten wir nehmen das zum Anlass um Ja die Soule de Montlater zu uns in den Podcast einzuladen und mit ihnen eben mal über genau diese Fragen zu sprechen.

00:02:15: Ihr hört jetzt gleich unser Gespräch mit Elina und Louise von den Zulehbemondilatär.

00:02:20: Wir sprechen darüber, wie sie ihre Kämpfe organisieren und wie sie aktiv bleiben für Klimagerechtigkeit aber vor allem auch für gemeinsame Zugänge zu Wasser und Land.

00:02:30: Und jetzt viel Spaß bei der Folge!

00:02:32: Viel Spaß!

00:02:50: Wir sitzen hier im Wohnzimmer und haben Gäste zu Besuch.

00:02:56: Und zwar Elena und Louise von den Zuleben Monde Latter, die gerade auf ihrer Deutschlandreise sind ... und ihre Übersetzerin Marion und Anna.

00:03:04: Ich freu mich sehr, dass wir hier jetzt alle zusammen sitzen.

00:03:07: Es ist für uns ein erstes Mal mit so vielen Menschen im Podcast gleichzeitig!

00:03:12: Ich bin gespannt auf das Gespräch und noch das erste mal mit einer direkten Übersetzung Genau und deswegen starten wir aber einfach direkt und lernen euch alle kennen.

00:03:20: Stellt euch doch gerne vor und erzielt vielleicht den Hörerinnen und Hörern kurz, wie ihr jetzt eigentlich hierher gekommen seid und was euch zu den Zuleben und Delater gebracht hat.

00:03:33: Mein Name ist Louise.

00:03:35: Ich komme aus der Region in der Nähe der Alpen und ich bin dann, da bin ich aufgewachsen und dann bin ich zum Studium in eine große Stadt gezogen und es war auch der Moment wo die Klimabewegung angefangen hat und da habe ich teilgenommen und Aktionen mit organisiert, Blockaden aber auch zivile ungehorsam Aktion und bin dann aber wieder aufs Land gezogen weil ich die Stadt in der ich gelebt hab nicht mochte ins Limousin auch aus familiären Gründen.

00:04:09: Hallo Annade, ich heiße Elina.

00:04:11: Ich bin auch auf dem Land aufgewachsen wie schon Luise gerade gesagt hat und ich habe mich eigentlich eher politisiert durch das Vereinswesen.

00:04:18: Ich hab lange in einem Verein mitgearbeitet der den Empfang von Migranten mit organisiert hat und war dann aber sehr schnell frustriert davon wie wenig wieder ausrichten konnte.

00:04:28: Jetzt ist es seit einigen Jahren schon so, dass ich mit den Zulehmungen der Terre unterwegs bin und ich wohne in der Vorstadt einer großen Stadt.

00:04:34: In einem gemeinsamen gewohnten

00:04:35: Haus.

00:04:46: Das ist ja klingt nach spannenden Erlebnissen und Reisen, die ihr in der letzten Zeit gemacht habt.

00:04:51: Eine Reise hat euch jetzt hier nach Deutschland gebracht wo ihr seit ein paar Tagen mit der Tour Wasserland Gerechtigkeit unterwegs seid.

00:04:59: Erzählt doch mal kurz wie es euch hier geht und was wir wie die letzten Tage so waren.

00:05:04: Vielleicht seid ihr schon ganz schön angestrengt aber vielleicht habt ihr auch schnell inspirierende Treffen gehabt.

00:05:09: Ja, erzählt gerne mal kurz!

00:05:13: Ich bin vor zwei Tagen zu der Tour dazugekommen und ich war gestern in Grün-Heile.

00:05:17: Und das, was ich gesehen habe, ist super beeindruckend!

00:05:19: Die ganze Organisation vor Ort, die ganzen Hütten, der gebaut worden sind... ...und das Camp leben an sich total beeinflusst.

00:05:27: Und ich bin jetzt schon seit einigen Tagen auf der Tour seit Köln und wir haben verschiedene Entappen hinter uns.

00:05:33: Eigentlich haben wir an jedem Ort, sind für verschiedenen politischen Gruppen aus der Klimabewegung und der radikalen Linken getroffen.

00:05:43: Ich würde sagen im Ausland zu sein bedeutet das man Sachen die Vereins selbst selbstverständlich erscheinen nochmal neu hinterfragt

00:05:52: Cool.

00:05:52: Vielen, vielen Dank!

00:05:53: Wir freuen uns auch mega dass ihr heute hier bei uns im Podcast seid und unsere Hörerinnen jetzt auch noch ein bisschen was von euch mitbekommen können.

00:06:01: Viele kennen die Soulevon de la Terre natürlich aber für alle die jetzt zum ersten mal diesen Namen hören vielleicht könnt ihr nochmal ein bisschen erzählen worum geht es bei euch eigentlich?

00:06:12: Und ja... Was waren so markante Ereignisse und Momente in eurem Bewegungskampf Und was habt ihr schon erreicht?

00:06:25: Die

00:06:26: Sudeth Montlater und eine Bewegung, die im Januar des Jahrhunderts zwanzig gegründet wurden.

00:06:30: Und zwar direkt nach der Covid.

00:06:32: Zeit, das sind verschiedene Kollektive und auch Einzelpersonen die aus verschiedenen Bewegungen kommen.

00:06:38: Das sind Klimabewegung in den Städten aber auch aus autonomen Bewegungen in verschiedenen Lokalkämpfen sind engagiert oder sie kommen auch aus Gewerkschaften und Kollektiven die Bauern und Bäuerinnen zusammenbringen.

00:06:52: Also diese ganzen verschiedenen Leute haben sich zusammengefunden um sich gegenseitig die Kraft zu geben eine Bewegung aufzubauen die vielleicht Erfolge verzeichnen könnte.

00:07:01: Es gibt zwei wichtige Punkte bei uns, die vielleicht für uns ein bisschen das Ziel darstellen von dem was wir machen.

00:07:08: Und zwar geht es darum dass wir gegen Versiegelung vom Boden vorgehen möchten und gegen Landgrabbingen.

00:07:14: Das ist nämlich tatsächlich so, dass in den nächsten zehn Jahren die Hälfte der Bauern und Bäuerinnen Rente gehen werden und dadurch ganz viel Boden frei wird.

00:07:21: Jetzt ist die Frage, was aus diesem Boden fällt?

00:07:24: Der Agrarindustrie oder Betonindustrie zu oder finden wir dafür eine andere Richtung?

00:07:29: und wir haben dafür drei Aktionsmodus, die wir anwenden können.

00:07:33: Und das ist einerseits die Besetzung dann die Blockade und dann die Entwaffnung.

00:07:38: Sollte die Blockage des Occupations oder der Desarmement werden wir später explikieren können.

00:07:49: Die

00:07:50: erste Versammlung des Hulaimanlater fand auf der Zone des besetzten Gebiet in Notre-Dame-de-Londe statt.

00:07:55: ein ganz wichtiger Kampf gegen die Errichtung eines Flughafens, der gewonnen wurde.

00:08:00: Und bei dieser Versammlung haben wir gemeinsam einen Aktionsplan erstellt und zwar den ersten und dem Aktions- plan.

00:08:05: für die nächsten sechs Monate waren fünf Aktionen vorgesehen.

00:08:09: Und zwar gab es dann einen landesweiten Aufruf diese fünf Action zu diesen Aktion dazu zu kommen.

00:08:14: Und seitdem ist das weiter die Funktionsweise des Hudev Mon la Terre dass wir alle sechs Monate einen Planungstreffen haben wo dann immer so zwischen zweihundert und dreihundert Personen zusammenkommen Überall aus Frankreich und wir gemeinsam dann das Programm für die nächsten sechs Monate aufstellen.

00:08:30: Und es ist wichtig, dass das immer lokale Kämpfe sind, die es schon gibt und in den Regionen schon angefangen sind.

00:08:37: Die es da nötig haben.

00:08:38: Für die es wichtig ist, dass die Sulaiman dazu kommen, damit diese Kämpfer eine Stufe weitergehen

00:08:42: können.".

00:08:50: In Deutschland bringt man euch aber auch viel mit Kämpfen und Wasser zusammen, was ja auf jeden Fall Versiegelung zu tun hat.

00:08:56: Wie kommen diese beiden Themen thematisch bei euch zusammen?

00:09:00: Wenn man aus einer deutschen Perspektive guckt sind Land- und Wasser erstmal zwei ziemlich verschiedene Sachen.

00:09:05: in Deutschland gibt es an wenig Stellen schon so viele Wasserknappheit Und die Landwirtschaft in Deutschland ist auch an den meisten Orten nicht so wasserintensiv.

00:09:13: Deswegen wenn man aus der deutschen Perspective guckts das gar nicht so Natürlich das Land- und Wasserkämpfe zusammengehören.

00:09:20: Wenn ihr mögt, dann erzählt doch mal wie die Themen bei euch zusammenkommen Und auch hier zum Beispiel die Kämpfe um Versiegelung und um Landgrabbing Wie die bei euch zusammengehören.

00:09:32: Also der am Anfang stand, water grabbing gar nicht so im Mittelpunkt von dem was wir gemacht haben.

00:09:38: Aber es war die Begegnung mit einem der lokalen Kämpfe, der dazu geführt hat und zwar war das Die Begegnung Mit Bassino Merci.

00:09:46: Das ist eine Initiative, die gegen riesige Wasserbecken in Südfrankreich kämpft.

00:09:51: Und eigentlich ist es wie bei jeder Begehnung mit lokalem Kämpfen, haben dieser lokale Kampf uns auch verändert.

00:09:59: So ist dieses Thema auch zentraler geworden für uns.

00:10:12: Und der Umgang, den wir haben mit diesen zwei Ressourcen hat eine große Auswirkung auf Wassermenge und Wasserqualität.

00:10:22: In Frankreich ist es zum Beispiel so, dass achtzehn Prozent des Wasserkonsums auf den Anbau von Mais zurückzuführen sind.

00:10:32: Das ist eine tropische Pflanze die vor allem viel für die Agrarindustrie genutzt wird und auch viel exportiert

00:10:38: wird.

00:10:38: Ihr habt jetzt gerade schon die Basins Nomessie genannt.

00:10:41: Da kommen ja die Wasserkämpfe konkret zusammen Und das sind auch die Aktionen für die ihr am berühmtesten seid Die Bilder um die ganze Welt gegangen.

00:10:50: Vielleicht könnt ihr dazu noch mal ein bisschen erzählen, wie das ja konkret zusammengekommen ist.

00:10:55: Vielleicht worum es in dem Kampf ging aber auch wieder die Zusammenarbeit mit der lokalen Bewegung war.

00:11:01: Ja, ich

00:11:03: kann es kurz noch mal zu erklären was das ist.

00:11:05: Diese Riesenwasserbecken um die es da geht Das sind riesige Aushebungen Die ungefähr zehn Hektar groß sein können Manche ein bisschen mehr.

00:11:14: Da muss man sich das vorstellen wie riesige Krater im Boden mit Plastikplan ausgelegt sind.

00:11:19: Die Idee dahinter ist Grundwasser zu pumpen und zwar im Winter wo es legal ist, denn im Sommer ist es illegal Grundwasser zum Pumpen Und das ist ganz, ganz klare Form von Water-Grabbing wird, die selbst Unmengen von Wasser benötigt um zu funktionieren.

00:11:35: Und das führt dazu dass unsere Feuchtgebiete austrocknen und unsere Region austrocknet.

00:11:39: Ich breche jetzt gerade vor allem von einem Feuchtebiet im Poitou also im Westen von Frankreich was im Moment als Versuchszone benutzt wird um diese Riesenwasserbecken auszuprobieren wo es aber absehbar ist dass das eine landesweite Strategie ist und da noch ganz viele andere auftauchen sollen.

00:11:57: Dazu nochmal vielleicht, dass es im Moment mit den Zudefmer auch noch einen anderen Punkt gibt wo wir an diese riesen Wasserbecken angreifen und zwar in den Alpen.

00:12:04: Gibt es Trinkwasserrückhaltebecken die benutzt werden um Schneegebiete weiter verschneit zu halten muss normalerweise nicht mehr schneiden.

00:12:14: Der Kampf

00:12:15: gegen diese Riesenwasserbecken, den gibt es schon seit vielen Jahren in der Region und der wir gerade gesprochen haben.

00:12:20: Die Soulef Montlater sind seit zwei Jahren mit diesem Kampf verwickelt und helfen damit – und zwar mit massiven Großdemos, in denen auch immer Aktionen stattfinden!

00:12:33: Bei diesen Riesendemos geht es vor allem auch um Entwaffnungsakte.

00:12:36: Mich fährt er sucht das mal ein bisschen nachzuzeichnen, wie das nacheinander immer größer geworden ist.

00:12:40: Die erste Demo die da stattgefunden hat war auf einer Baustelle für einen riesen Wasserbecken.

00:12:45: Wir waren zweihundert Personen und wir hatten auch Schafe dabei Und da ging es dabei Maschinen außer Gefecht zu setzen.

00:12:52: Weil der nächsten Demo waren wir schon dreitausend.

00:12:54: Wir sind in den Krater reingelaufen und haben ihn völlig entwaffnet.

00:13:01: Dazu ist zu sagen, dass das eine illegale Baustelle war.

00:13:05: Ein Krater, den es eigentlich nicht geben

00:13:07: dürfte.".

00:13:08: Bei der dritten Großdemo sind Rohre entwaffnet worden, also ausgegraben aus dem Boden und mitgenommen.

00:13:15: Das sind Rohren die für die Wasserzufuhr für diese Riesenbecken zuständig sind.

00:13:20: Das Grundwasser hat da reinkommen.

00:13:22: Und bei der letzten Demo das ist wirklich eine sehr große gewesen, es waren dreißigtausend Personen.

00:13:27: Die Demo hat in San Solin stattgefunden und das war medial sehr sichtbar Denn es gab eine sehr sehr große Polizeigewalt gegen uns Die Verletzte bei uns gehabt und auch verschiedene Traumata.

00:13:41: Und das alles für ein Krater im

00:13:43: Boden.".

00:13:51: Bei der

00:13:52: letzten Demo sind auch wieder Rohre ausgebuddelt worden und mitgenommen.

00:13:56: Aber es gab auch eine große Aktion, wo wir Hecken gepflanzt haben in diesem Gebiet.

00:14:00: Und das ist wichtig für uns dass wenn wir Großdemos machen immer positive Taten, positive Gesten und positive Vorschläge mit reinbringen.

00:14:07: Vielleicht noch eine kurze Nachfrage, wenn ihr jetzt von Entwaffnung sprecht?

00:14:12: Meint ihr damit, dass das sabotage Akte sind?

00:14:14: Also dass man zum Beispiel Infrastruktur beschädigt oder so verändert, dass sie nicht mehr funktioniert.

00:14:21: Oder was kann ich mir da genau darunter vorstellen?

00:14:27: Wir unterscheiden zwischen den Begriffen Entwaffnung und Sabotage, weil für uns bei Sabotagen mitschwingt das man etwas beschädigt, dass aber eine lebensnotwendige Infrastruktur ist.

00:14:37: Und wir diese Infrastruktur als etwas begreifen, dass eigentlich das Leben gefährdet.

00:14:45: Das ist schädlich für unsere Lebensgrundlage und daher sagen wir auch Entwassnungen.

00:14:51: Ich kann vielleicht ein Beispiel geben zu dem, was wir Entwaffnungen nennen.

00:14:55: In dem Kampf gegen die Riesenwasserbecken ging es darum diese Becken außer Gefecht zu setzen.

00:14:59: Das heißt das war vor allem machbar in dem wir Plastikplanet zerschnitten haben, die diesen Riesengrater auslegt damit dass Wasser nicht wieder in den Boden gedanken kann.

00:15:08: und wenn diese Planete zerschnitten wird dann werden die kann man da nicht mehr füllen.

00:15:12: In den letzten zwei Jahren sind siebzehn von den Riesenwasserbecken in Frankreich zerstört worden und drei gebaut, zu denen die zerstörd wurden, habe ich eine ja schon angesprochen das war vorhin die bei einer Massendemo mit dreitausend Personen kaputt gemacht wurde und sechzehn andere sind aber nachts auch entwaffnet worden von nicht von uns sondern von anderen Kollektiven wo wir auch nicht wissen wer das war.

00:15:34: und diese Entwaffnungsaktionen führen dazu dass sich die wirtschaftlichen Akteure mit wirtschaftlichem Problemen wieder finden und es immer teurer wird diese Baustellen voranzutreiben.

00:15:45: Wir wissen zum Beispiel, dass viele dieser Bauherren sich jetzt die Frage stellen ob sie ihre Baustelle Tag und Nacht bewachen lassen müssen und wir wissen auch das sie darüber nachdenken eine neue Plastikplane zu entwickeln die mit Kattern nicht mehr angebar wäre.

00:15:59: Das heißt wir haben unseren Teil Erfolg weil die Leute jetzt schon doppelt darüber nach denken ob sie überhaupt einen Wasserbicken aufbauen möchten.

00:16:07: Es ist wichtig weil es die Mächte- und Kräfteverhältnisse verschiebt Und deshalb sind das nicht ausreichende, aber nötige Gesten die wir da machen.

00:16:18: Ich würde noch gerne etwas hinzufügen.

00:16:20: Und zwar, wenn wir im Rahmen der Soulef Mondeur zu einer Mobilisierung aufrufen, dann geht das immer von lokalen Kämpfen aus.

00:16:28: Das heißt es sind immer die lokalenkämpfe, die die Aktion auch organisieren und auch tragen.

00:16:36: Wenn wir dann Entwaffnungsmaßnahmen ergreifen, ist das immer im Rahmen öffentlicher Demos, unterschiedliche Leute zusammenbringen.

00:16:46: Alte Leute, junge Leute, Leute im Rollstuhl oder Leute mit Traktor an und es geht darum dass das Aktionen sind die ganz einfach sind die man selbst übernehmen kann und dir auch eine Form des Empowerments ermöglichen.

00:17:03: Und es hat doch ganz viel mit Kraft und Freude zu tun, diese Aktion gemeinsam zu machen.

00:17:07: Denn wenn wir abends nach einer solchen Aktion nach Hause kommen fühlen wir uns stärker und froh und haben den Eindruck das sich etwas verändert hat zwischen heute Morgen und heute Abend.

00:17:14: Was hast

00:17:14: du jetzt gerade angesprochen?

00:17:15: Du ist dass ihr vor allem mit den Menschen vor Ort in Aktionen geht und die gemeinsam organisiert.

00:17:21: Ich glaube auf einer

00:17:22: anderen

00:17:23: Veranstaltung habt ihr gesagt Wenn wir fürs Land kämpfen wollen dann müssen wir zum Land.

00:17:28: Vielleicht könnt ihr noch mal erzählen, was es damit auf sich hat und auch was sie dafür ein Prozess haben oder was vielleicht die Entwicklung bei euch ist mit der ihr zum Land werdet.

00:17:44: Orte und die Sachen, die einem wirklich was bedeuten am besten.

00:17:48: Und es kann heißen dass das ein Ort ist an dem man aufgewachsen ist um mit der man da gewohnt hat.

00:17:54: aber ich glaube das muss es gar nicht sein sondern das muss einen Ort sein der einem so viel bedeutet dass man sagt nein den darf nie niemand darf diesem Ort etwas antun auf gar keinen Fall und das gibt einem extrem viel Kraft.

00:18:07: dann kann man alles dafür machen um diesen Ort zu verteidigen dafür einsetzen, zum Beispiel in diesen feuchtgewiedenen Poitou.

00:18:17: Das sind Leute die diesen Ort wie ihre Westentasche kennen.

00:18:20: Die können einem die Vögel erklären, die kennen jeden Fluss, die kann jeden Landwirt und ich glaube das gibt einem extrem viel Kraft und wir kommen dann und unterstützen das.

00:18:31: aber diesen Bezug dazu den kann man nicht ersetzen.

00:18:36: Viele von uns in der Bewegung sind selber auch Bauern oder Bäuerinnen und haben einen starken Bezug zum Land, also die Lebende.

00:18:42: Und es ist uns wichtig glaube ich als Umweltbewegung dass wir die Frage des Wohnens und des Landes nicht der rechten Bewegung überlassen.

00:18:50: Es gibt

00:18:50: viele Artenregionen und Boden zu beleben.

00:18:54: Vielleicht sind manche Bäuerin und Bäuern und andere leben aber auf andere Arten da und in jedem Fall erscheint es uns sehr wichtig das es möglich ist ohne sich dort zu isolieren und ohne auf nationales Gedanken gut zurückzugreifen.

00:19:09: Hi, und sorry für die kurze Unterbrechung!

00:19:11: Du hörst den was tun Podcast?

00:19:13: Und wir senden unsere Folgen einmal im Monat werbefrei und unabhängig für alle.

00:19:19: damit das in Zukunft auch so bleiben kann bitten wir dich jetzt um deine Unterstützung.

00:19:24: Über den Link in den Show Notes kannst du nämlich was tun und Dissens im Doppelpack unterstützen.

00:19:30: Schon ab drei Euro Monat geht's los, es ist super unkompliziert sich da anzumelden über Steady und du hilfst uns damit tatsächlich dass wir eben ja auch in Zukunft unabhängig werbefrei und für alle unsere Folgen produzieren können!

00:19:45: Und jetzt viel Spaß beim Weiterhören.

00:19:48: Ich musste gerade auch an so einen Zitat denken von dem französischen Soziologen Bruno Latour, der meinte wir verteidigen nicht die Natur sondern wir sind die Natur die sich selbst verteidigt.

00:19:59: Ich finde das passt irgendwie ganz gut zu dem wie ihr jetzt gerade auch so die Verbindung zum Land und zu den Orten beschreibt.

00:20:07: in Deutschland ist es tatsächlich so dass die Klimabewegung oft sehr stark in den Städten verwurzelt ist oft trotzdem die Aktionsorte auf dem Land liegen.

00:20:17: Und das führt dann nicht selten dazu, dass die Klimabewegung von Menschen auf dem land als was wahrgenommen wird, was er von außen kommt und das führt auch zu Problemen.

00:20:27: Könntet ihr vielleicht nochmal also ganz konkret erzählen wie ihr es angeht wenn ihr unterstützen wollt, wie Ihr es jetzt genannt habt an einem Ort?

00:20:37: Wie ihr diese Verbindung knüpft so dass eure Kämpfe halt auch zu lokalen kämpfen werden?

00:20:45: Natürlich ist es so, dass bei den großen Demos den öffentlichen Aktionen auch viele Leute dabei sind die in der Stadt leben und diese Aktion unterstützen.

00:20:54: Aber die Leute, die in den lokalen Kämpfen aktiv sind, sind meistens diejenigen, die dort wohnen wo die Projekte stattfinden.

00:21:04: Wir sind in Frankreich auch überhaupt nicht die einzigen, die verschiedene Kämpfe miteinander verknüpfen.

00:21:09: Sondern es gibt auch den Vereinten Deluths, die haben auch Angestellte und sie versuchen erst mal zu verstehen was sind lokale Kämpfte, die gerade stattfinden?

00:21:18: Wo gibt es Überschneidungen und kontaktieren die lokalen Kämpfer dann um zu gucken, was sie brauchen und suchen dann nach anderen Kämpfen, die zum Beispiel ein ähnliches Thema haben.

00:21:30: Es gibt z.B.

00:21:34: die sich gegen Autobahn- und Straßenbauprojekte wehren.

00:21:38: Oft werden sie auch von den gleichen Unternehmen umgesetzt, damit werden dann Bündnisse

00:21:43: geschaffen.".

00:21:56: Bevor lokale Kämpfe uns kontaktieren, versuchen sie erstmal natürlich lokal alles zu tun was Sie können um gegen das Projekt anzukämpfen.

00:22:06: Das heißt, Sie organisieren Demos, Sie versuchen Druck auszuüben, schöpfen auch alle rechtlichen Möglichkeiten aus und wenn Sie an dem Punkt sind wo Sie damit nicht mehr weiterkommen, wo die Hürde zu groß ist weil der Gegner vielleicht auch zu groß ist.

00:22:25: Dann kontaktieren sie die Souleve Montlaterre und wir gucken, wie wir das zusammen organisieren können.

00:22:30: Und dann wird die Aktion in unserem Aktionsplan auf nationaler Ebene aufgenommen.

00:22:39: In den letzten sechs Monaten sind ca.

00:22:41: hundertfünfzig Lokalgruppen der Soulèvement-Leiter entstanden und die helfen natürlich auch, die Verbindung herzustellen zwischen lokalem Kämpfen und den Soulèvementsleiter um zu gucken wie man eine gemeinsame Aktionskultur entwickeln kann.

00:23:01: Die Lokalgruppen sind einerseits da, um die lokalen Initiativen und Kämpfe zu unterstützen.

00:23:07: Sie ermöglichen uns aber auch dezentrale Aktionen durchzuführen Und das war zum Beispiel der Fall im Oktober.

00:23:14: Da gab es viele Aktion gegen La Farge Das ist ein Betonhersteller und über zwei drei Tage verteilt gab es Um die fünfzig sechzig Aktion, die von Lokal Gruppen umgesetzt wurden.

00:23:24: und das ermöglicht dann jeder Lokal-Gruppe eine Aktionsform zu finden.

00:23:30: Das können Versammlungen sein, das können Blockaden sein, Banas oder eben

00:23:35: Entwaffnungsaktionen.".

00:23:58: unterstützt werden würden, wenn ihr dann guckt wie ihr das machen könnt.

00:24:01: Und ihr habt auch schon von so einem Aktionsplan gesprochen den ihr dann macht und so eine Attaktionskonferenz hier glaube ich alle sechs Monate stattfinden.

00:24:10: Ich erinnere mich manchmal dass aus der Zeit wo ich noch in einer Klimabewegung stärker aktiv war es manchmal gar nicht so leicht war zu entscheiden welche der lokalen Kämpfe jetzt zum Beispiel größere Orte des Protestes werden Weil man ja auch als großes Bündnis vielleicht nur begrenzte Kapazitäten hat und nicht alle Kämpfe gleich unterstützen kann.

00:24:31: Wie macht ihr das denn?

00:24:32: Und wie laufen diese Aktionskonferenzen ab, wie kann ich mir das vorstellen?

00:24:40: Also wenn es darum geht, ob lokale Kämpfe in unseren Aktionsplannen aufgenommen werden dann gucken wir das natürlich im Austausch mit verschiedenen Leuten.

00:24:49: Wir gucken erst mal, ob die Leute innerhalb der Arbeitsgruppen die Kapazitäten dafür haben also der juristischen Arbeitsgruppe, der Kommunikationsarbeitsgruppe und der internationalen Arbeitsgruppes etc.. Und gucken haben wir überhaupt die Ressourcen, die Kapazitäten um hier auch mit ausreichend Energie diese lokalen Kämpfe zu unterstützen oder nicht.

00:25:19: Das stimmt, dass es immer nicht ganz einfach da die Entscheidung zu treffen zwischen den verschiedenen lokalen Kämpfen, die auf uns zukommen.

00:25:25: Und um da gerecht mit umzugehen haben wir verschiedene Kriterien entwickelt, um die Auswahl zu treffen.

00:25:30: Das Wichtigste ist vielleicht, dass wir uns schon mal angucken wie weit die lokalene Kämpfe sind denn wir gehen immer von lokalenen Kämpfen aus, zu denen wir dazukommen.

00:25:37: D.h.,

00:25:39: welche Ausnahme hat der Kampf angenommen?

00:25:41: Ist der Kampf bereit dafür landesweit gestreut und von uns unterstützt zu werden?

00:25:46: Oder ist es vielleicht noch zu früh oder gibt es noch Dinge, die lokal getan werden können bevor wir dazukommen?

00:25:51: Dazu kommt, dass wir eine Vertrauensbasis aufbauen mit diesen lokalen Kämpfen.

00:25:57: Die über mehrere Monate funktioniert.

00:25:59: das heißt es kommt nicht vor, dass ein lokaler Kampf zu unseren sechs monatigen Planungstreffen kommt und wieder sofort sagen ja auf jeden Fall wir sind dabei sondern dass sehr viel austauscht gibt und gemeinsame Aufbau der Aktion.

00:26:11: Und dann kommt dazu, dass in diesen Saisons die wir ja aufbaut mit den Aktionsplänen

00:26:17: und

00:26:18: wo jedes mal zwischen fünf bis sechs Aktionen drin sind eine Logik auch drin aufbauen.

00:26:22: Und die achten dann darauf, dass die verschiedenen Aktionen, die wir landesweit anbieten in den verschiedenen geografischen Gebieten stattfinden von Freiheit und auch zu verschiedenen Themen also das wir nicht nur Aktion zum Beispiel zum Straßenbau haben.

00:26:34: Dann

00:26:34: kommt noch dazu, dass diese Kämpfe zu einem Zeitpunkt bei uns ankommen müssen wo

00:26:39: wir genug

00:26:40: Kapazitäten haben in unseren Planungskommissionen in den Arbeitsgruppen die diese Aktion koordinieren also Kommunikation aber auch Informationen Juristen Gruppen zum Beispiel, dass wir da genug Leute gerade drin haben um die Durchführung der Aktion noch abzusichern.

00:26:56: Einiges erinnert mich irgendwie auch an so Entscheidungsprozesse in der Klimagerechtigkeitsbewegung hier.

00:27:00: bei anderen Sachen habe ich das Gefühl, dass sie noch ein bisschen besser lokal verankert sind.

00:27:04: Wir hatten muss sich gerade daran denken in der klimagerechtigkeit Bewegung hier manchmal Probleme damit dass wir Aktionen gemacht haben die nicht gut lokal verankert waren und wo es dann zu sehr großen lokalen Konflikten auch darum gekommen ist.

00:27:18: Es hat sich sogar ein eigener Begriff dafür entwickelt, nämlich UFO-Aktionen.

00:27:22: Wo die große Maßenaktion wie ein UFO in deinem Gebiet Einflieg kurz landet eine große Aktion machts ein großes Medienecho gibt und sie dann aber wieder weg sind Und die Leute lokal mit den Zwistigkeiten zum Teil die es da gibt halt alleine gelassen werden.

00:27:36: Vielleicht könnt ihr noch mal ein bisschen mehr zu dem Prozess sagen.

00:27:38: Ihr habt ja jetzt gerade schon gesagt ihr lernt die Gruppen dann auch gut kennen um vermutlich genau solche Ufo-Aktionen halt nicht zu machen, erzählt doch gerne nochmal wie das abläuft und wie ihr irgendwie sicherstellt dass ihr dann die ganzen Gegebenheiten und vielleicht auch die Partikularitäten, die es an jedem einzelnen Ort gibt.

00:27:56: Dass ihr die gut kennt bevor ihr Aktionen da macht und vielleicht einfach die soziale Beziehungsarbeit vor Ort gemacht habt, genau bevor ihr mit einer großen Aktion dahin geht

00:28:08: Damit das auch wirklich klar ist, es ist bei all unseren Aktionen so dass ein Großteil der Organisationsarbeit und der Entscheidungen von den Leuten getroffen werden die schon lange diese Kämpfe führen auf lokaler Ebene.

00:28:21: Wir kommen wirklich nur hinzu um noch unsere Erfahrungen zur Verfügung zu stellen oder auch ganz praktische Unterstützung zu geben eben durch juristische Beratung oder Kommunikationsarbeit.

00:28:32: Das heißt alle wichtigen Entscheidungen werden getroffen, die dann mit den Konsequenzen leben müssen.

00:28:38: Das heißt wenn es jetzt zum Beispiel einen Meinungsunterschied gibt dazu was für eine Aktion jetzt angebracht ist und manche Leute, die von außen kommen sagen wir finden hier eine Entwaffnungsaktion angebracht und die Leute sagen ne das geht nicht!

00:28:51: Die Hälfte unserer Nachbarn und unsere Familien arbeitet für dieses Unternehmen.

00:28:55: Wenn wir hier jetzt eine Entwachnungs-Aktion machen Dann verstehen sie das nicht Und dann führt das zu extremen Konflikten und Beschädigungen unseres Briefkastens oder so dann haben die die Entscheidungshoheit darüber.

00:29:06: Eba Fosselan Werste, der Berser nicht.

00:29:08: so umgekehrt kann es auch so sein dass die Leute aus den lokalen Kämpfen weitergehen wollen als wir es unbedingt wollen.

00:29:15: und ich gebe jetzt ein konkretes Beispiel und zwar in der Region Loire-Atlantique gab es Gewächshäuser der Agrarindustrie unter Neusalatarten anzubauen Und die Bauern und Bäuerinnen, die schon lange diesen Kampf dagegen geführt haben wollten eben weitergehen.

00:29:34: Wir haben dann eine Aktion gemacht, wo wir sie aus dem Boden gerissen haben – die Salatköpfe!

00:29:39: Das hatte für uns als Bewegung eigentlich eher ne negative Auswirkungen denn das hat dazu geführt dass die FNSA diese große Mehrheitsgewerkschaft Druck ausgeübt hat auf die Regierung dafür, dass sie die Schritte einleiten.

00:29:57: Das ist

00:29:57: auf jeden Fall ein gutes Beispiel in der Tat für die Wichtigkeit von Vorarbeit.

00:30:02: Dass wir vorher recherchieren, was wir da machen und dass wir auch die Kommunikations- und Öffentlichkeitsarbeit noch besser denken.

00:30:09: Denn an sich hatte diese Geste großen Sinn für uns und hat immer noch, denn es ging um Agrarindustrie wie diese Agrarindustrie schlecht mit unserem Boden und

00:30:17: unseren

00:30:18: Nahrungsmittel umgeht.

00:30:19: Aber symbolisch gesehen, weil die Aktion vielleicht von außen nicht so einfach zu verstehen, wenn ein paar Sinnbausteine gefehlt haben in der Kommunikationsarbeit.

00:30:27: Und deshalb vielleicht für mich nochmal dass ich mitnehme daraus das wir die Vorbereitung besser machen müssen damit es in den Medien dann im Moment wo stattfindet auch auf die richtige Art wiedergegeben wird.

00:30:37: Ja da musste sich jetzt gerade noch mal denken an einen Fall der uns gerade hier in Berlin auch beschäftigt.

00:30:44: Dort wurde jetzt gerade von einer Gruppe, wo man auch gar nicht weiß wer das war die Stromversorgung vom Tesla-Werk unterbrochen in dem halt Strommasten im Brand gesetzt wurden und das hat jetzt auch schon für große Diskussion geführt.

00:30:58: und die Klimagerechtigkeitsbewegung, die vor Ort ist um sich zu verbinden mit den lokalen Kämpfen gegen Tesla.

00:31:05: Die wurde jetzt obwohl sie damit nichts zu tun hat da auch auf eine Art in Erklärungsnot gebracht und muss sich dazu irgendwie verhalten?

00:31:14: Und ich würde sagen ja da gibt es irgendwie ne Querverbindung von so der Frage von wie vermittelbar sind bestimmte Aktionsformen und auch nochmal so der Hinweis Wie schnell auch sehr viel kaputt gemacht werden kann, wenn es diese Verankerungen nicht gibt und irgendwelche Leute sich denken sie wüssten jetzt genau was passieren muss.

00:31:33: Und das einfach so durchziehen.

00:31:35: Wir haben ja jetzt relativ viel über die lokalen Kämpfe gesprochen und darüber, wie wichtig es ist sich irgendwie gut zu verbinden und zu verwurzeln vor Ort.

00:31:43: Ein anderer Aspekt eurer Arbeit der aber auch sehr interessantes ist so das Verhältnis was ihr also zu anderen ja zu Organisationen habt und verbenden wir zum Beispiel den französischen Bauernverband oder Bauerngewerkschaft da gibt es hier auch sowie in Deutschland dass einerseits den Bauern verband gibt aber auch die Aktionsgemeinschaft bäuerliche Langwirtschaft so gibt es auch in Frankreich unterschiedliche Organisationen, die politisch sehr... unterschiedlich auch ausgerichtet sind.

00:32:09: Eine große Frage, die sich so in der Auseinandersetzung von Bewegungen mit diesen Großorganisationen immer stellt letztendlich ist ja die Frage wie geht man mit ihnen um?

00:32:19: Wo sind die Verbündeten?

00:32:20: Wo geht mein Bündnis da ein und wo hält man vielleicht auch Abstand?

00:32:25: das wäre jetzt nochmal total interessant für uns zu hören Wie Ja, wie geht ihr mit diesem Bauern Gewerkschaften um?

00:32:30: gibt es da vielleicht auch Dinge, die ihr gelernt habt, die wir mitnehmen können?

00:32:37: Weil hier überlegen aktuell auch viele linke Aktivistinnen, wie sie noch eine stärkere Verbindung eingehen können mit Landwirt vor Ort.

00:32:48: Die Funktionsweise der Gewerkschaften im landwirtschaftlichen Bereich ist in Frankreich etwas anders, denn es gibt Bauernkammern auf der Ebene des départements und das heißt es gibt Wahlen.

00:33:00: Und die Gewerkschaften entsenden dann Stellvertreter in die Bauern-Kammern.

00:33:07: je nachdem wie die Wahlergebnisse ausgefallen sind Kann man werden dann einige Entscheidungen getroffen?

00:33:15: Außerdem hängt die Finanzierung der Gewerkschaften von den Wahlergebnissen ab.

00:33:22: Es gibt in Frankreich drei große Gewerkschaften, es gibt erst mal die FNSA und auch das Jugend... und sie vertreten eigentlich hauptsächlich die Interessen der Agrarindustrie.

00:33:35: Und sind auch angeführt von Leuten, die da einfach ein persönliches Interesse daran haben dass die Agrar Industrie in der aktuellen Form bestehen bleibt Auch wenn es auf der Basis dann wieder sehr heterogene Interessen gibt.

00:33:47: Die bekommen im Regelfall ca.

00:33:50: fünfzig Prozent der Stimmen Obwohl man sagen muss das nur fünfzig prozent der Leute auch wählen gehen bei diesen Wahlen.

00:33:56: Dann gibt es noch die Koordination Rural, die ist im Jahr zweiundneinzig entstanden als Reaktion gegen die Liberalisierungsmaßnahmen der gemeinsamen Agrarpolitik und sind auch sehr heterogen.

00:34:07: Einerseits gibt es dort rechtsextreme Tendenzen aber gleichzeitig appellieren sie auch zu mehr Regulierung Und es gibt da sehr große Unterschiede auch auf Ebene der Departements wie da die politische Ausrichtung ist.

00:34:23: Die dritte Gewerkschaft ist die Confederation Paysan, die entstanden ist aus dem Zusammenschluss mehrerer anderer Bewegungen und sie sind ganz klar links.

00:34:32: Ich glaube man kann auch sagen antikapitalistisch das es auch in ihren Statuten so verankert und das heißt wir arbeiten hauptsächlich mit denen zusammen.

00:34:48: Die Confederation Paysan vertritt einige Reformen und kämpft dafür unter anderem für ein Grundeinkommen, im landwirtschaftlichen Bereich aber auch für Mindestpreise, für bestimmte Zollregulierungen.

00:35:00: Und insgesamt einfach einige wirtschaftliche Reformen die dazu beitragen würden dass das Leben der Bauern und Bäuerinnen besser ist.

00:35:09: eine ökonomische Reform, die wirklich umfassend ist.

00:35:21: Vielleicht wie wir generell zusammenarbeiten mit landwirtschaftlichen Interessenvertretungen und Kollektiven ist so, also wenn wir jetzt von der Confedération Pesanne sprechen.

00:35:30: Es ist so dass wir unterschiedliche Aktionsformen verfolgen.

00:35:33: häufig und das ist auch völlig in Ordnung.

00:35:35: so zum Beispiel geht die Confederation Pesan ein Verhandlungstisch an dem zu den wir als Zuleviment nicht gehen.

00:35:42: Aber es gibt auch Dinge, die wir gemeinsam tun zu hören.

00:35:44: Und da komme ich nochmal auf die riesen Wasserbecken zurück.

00:35:47: bei einer der Großdemos ist eine Pumpe aus dem Boden geholt worden und zwar direkt von dem landesweiten Sprecher der Confedération Pézanne.

00:35:55: Das war eine große mediale Geste um zu zeigen öffentlich dass das Wasser in den großen Becken aus dem Wohnwasser getränkt wird während gleichzeitig der Landwirtschaftsminister von Frankreich behauptet hat Öffentlich dass das nur Regenwasser sei.

00:36:09: Die Frage war ja, wie wir konkret zusammenarbeiten.

00:36:12: Ich würde sagen das Vertrauen vor allem durch Aktionen, gemeinsame Aktion entsteht nicht durch theoretische Diskussionen und indem wir zusammen handeln lernen wir einander kennen und bauen auch Vertrauen zueinander auf und das ermöglicht uns dann weitere Schritte zusammen zu gehen.

00:36:33: Ja, fand ich jetzt super spannende Einblicke.

00:36:35: Also einerseits die Analyse dazu welche unterschiedlichen Akteure es gibt und was für eine politische Ausrichtung und Rolle sie spielen.

00:36:41: da gibt es aus meiner Sicht auch auf jeden Fall große Parallelen zu unseren Kämpfen hier mit dem deutschen Bauernverband der eben sehr Diago-Industrie vertritt.

00:36:50: dann gibt es in Deutschland ja auch Landschaftsverbindungen die irgendwie so ein Art Bewegungsaktör sind der eher heterogenaufgestelltes zum Teil sehr rechts zählen in Sektionen auch eher progressiv.

00:37:02: Und dann eben die Arbeitsgemeinschaft, bäuerliche Landwirtschaft, die eben so sehr progressiv sind und wo es viele Anknüpfungspunkte gibt.

00:37:08: Ich fand auch total spannend zu sehen nochmal wie ihr genau guckt, so in der Organisationsanalyse, wie die jeweils funktionieren und wo man da auch Einfluss nehmen kann.

00:37:16: Und ja auch super spannend, Luisa hast du noch mal gesagt, dass zu der Frage von Wie entsteht eigentlich Vertrauen im Bündnissen?

00:37:23: Und wie sollte man daran gehen?

00:37:25: Das fand ich jetzt nochmal total interessant.

00:37:30: Hallo und sorry für die kurze Unterbrechung.

00:37:32: Du hörst den Vastoon-Podcast und wir sprechen heute mit Elena & Louise darüber, wie wir uns gegen Flächenversiegelung und Watergrabbing organisieren können.

00:37:40: Wenn du Menschen kennst die diese Themen auch interessieren dann klick doch jetzt in deinem Podcast auf den Teilenbutton und schicke in die Folge!

00:37:47: Und jetzt viel Spaß beim Weiterhören.

00:37:50: Ich hab daran anschließend noch eine Frage und zwar hört sich das für mich so an, dass ihr sehr viel Zeit und Kapazitäten tatsächlich auch in Beziehungsarbeit steckt.

00:37:58: Und im Beziehungsaufbau zwischen den verschiedenen Akteuren.

00:38:02: Und wollte euch nochmal fragen was das für einen Stellenwert in eurer Arbeit hat?

00:38:07: Wie ihr damit umgeht... ich kenne es auch manchmal, hat man viel zu tun und es gibt irgendwie viele Aufgaben und viele Tudus die irgendwie verteilt werden müssen und dann arbeitet man die alle ab.

00:38:16: Das war's oft in vielen aktivistischen Gruppen.

00:38:19: Nicht mehr passiert ist genau dieser Beziehungsaufbau.

00:38:22: Vielleicht könnt ihr noch mal sagen, was das für ein Stellenwert bei euch hat und wie ihr dem vielleicht auch so viel Raum einräumt oder wie ihr das organisiert?

00:38:33: In

00:38:33: jeder Organisationsform gibt es drei verschiedene

00:38:37: Grundpfeiler.

00:38:38: Das ist einmal der Grundpfiler der Aufgabe, also aktive Aktionen durchzuführen.

00:38:42: Der zweite Grundpfehler sind Prozesse zum Beispiel Entscheidungsprozesse auf die Wand zu stellen und zu definieren.

00:38:47: Und der dritte Pfeiler ist Beziehungsarbeit.

00:38:50: Wir haben uns für allem dafür entschieden, dass wir die Aufgaben und die Beziehung Arbeiten nach vorne stellen wollen.

00:38:56: Es ist jetzt vielleicht so ein bisschen der Moment wo ihr euch fragen könnt, wo eure Organisationen da stehen und in welchen Pfeilern die

00:39:02: wichtigsten

00:39:03: Ressourcen verankert sind.

00:39:04: Aber für uns ist das sehr wichtig und deshalb gehen bitte auch gerne viel Zeit rein.

00:39:08: Man kann sich z.B.

00:39:09: das so vorstellen, dass unsere Koordinationstreffen häufig über eine oder zwei Tage organisiert sind.

00:39:14: Da sind dann alle zusammen, essen zusammen, schlafen am selben Ort und wir feiern da auch.

00:39:18: Und das ist immer verbunden mit Ausflügen wo wir das Gebiet und die Regionen besichtigen und eben auch in Verbindung mit unseren Kämpfen Dinge mit unseren eigenen Augen sehen beispielsweise in den Feuchtgebieten wo wir damit Boten rausfahren und uns das angucken und erklären lassen um gegenseitig unsere Kulturen, Regionalkulturen besser

00:39:36: zu verstehen.

00:39:38: Voilà, de spartagé nos cultures respective.

00:39:41: Ein Aspekt den wir jetzt in der Vorbereitung zu unserem Gespräch auch noch gehört haben, den ich auch noch so ganz interessant fand war das eine Genossin uns auch gesagt hat dass die... Dass das Thema Klima bei euch auch eins ist was gar nicht mehr so sehr im Vordergrund steht beziehungsweise was ihr vor allem nicht nach vorne stellt In eurer Kommunikation.

00:40:00: also Restored hast ja vorhin gesagt dass du selbst auch aus der Klimabewegung kommst aber dass das eben jetzt bei Sulevon de la Terre vielleicht gar nicht mehr so weit vorn steht.

00:40:10: Könntest du da noch ein bisschen erzählen, was sind die Diskussionen dazu geführt haben?

00:40:14: Was sind die Überlegungen, die reingeflossen sind und wie geht ihr damit um?

00:40:18: Das wäre noch interessant zu hören!

00:40:22: In meinen Augen ist es so, wenn man die Klimafrage als Anknüpfungspunkt nimmt.

00:40:27: Dass das ein Problem ist und dass es so groß ist, so komplex, dass es eigentlich nur auf der Skala des ganzen Planeten angegangen werden kann.

00:40:35: Und er drückt einfach einen ja erst mal und überfordert einen.

00:40:39: Daher sehe ich – wenn man diese herangehensweise sich aussucht – da die Gefahr, dass man in der Position ist, wo man der Regierung gegenüber fordert.

00:40:50: Und damit geht eine große Ohnmacht einher.

00:40:54: Wir sind nicht der Meinung, dass die Leute, die das Problem geschaffen haben und es im Alltag managen, diejenigen sind, die es auch lösen werden.

00:41:02: Daher haben wir uns gefragt was ist ein Ansatz, der konkreter ist?

00:41:06: Der an den Leuten näher dran ist, der zugänglicher ist?

00:41:09: Und uns schien die Frage des Bodens also wem gehört der Boden und wie wird damit umgegangen eigentlich einen guter Ansatz auch sehr viele Möglichkeiten öffnet.

00:41:33: Man hat uns ja im Grunde genommen enteignet, man hat unsere Lebensgrundlage weggenommen und wenn wir wieder zu einer Form von Macht vom Kraft kommen wollen brauchen Nahrungsmittel.

00:41:44: Aber wir kämpfen gegen diejenigen, die uns diese bereitstellen und das heißt wir versuchen auch Infrastrukturen aufzubauen eine Form von Autonomie auf lokaler Ebene so dass wenn es dann zu einer großen Bewegung auf nationaler Ebene kommt wie auch diese Kämpfe weiterhin führen kann.

00:42:18: Das finde ich total spannend.

00:42:20: Ich muss gerade auch daran denken, dass wir letztens darüber gesprochen haben wie man sich in Bewegungen auf... Krisenmomente vorbereiten kann und ich habe den Eindruck, dass diese Dezentrale Organisation mit dem Bezug zur Landfrage eigentlich eine gute Basis tatsächlich ist um sich auf solche Momente vorzubereiten in denen man dann gemeinsam aktiv werden kann.

00:42:41: Ich hab noch eine Frage wo ihr vielleicht ja nicht mit einer Krise sondern einfach so zusammen kommt.

00:42:46: und zwar habe ich gelesen das ihr im Sommer ein großes Protestcamp plant.

00:42:49: was habt ihr da geplant?

00:42:51: Und wie soll es dafür euch weitergehen?

00:42:55: Am zwanzigsten und einzwanzigstensiebten finden große Aktionstage statt in der Region Poitou Charent, der genau dort ist noch nicht bekannt.

00:43:07: Und es wird um die Riesenwasserbecken gehen oder auch um die Agrarindustrie.

00:43:13: Wir haben schon deutsche Organisationen getroffen, die auch Busse aus Deutschland organisieren und auf anderen Wegen Leute sich aus Deutschland uns anschließen können Und es wird dann.

00:43:23: Ziel ist, dass ab dem vierzehnten bis zu siebzehnten, achtzehnte Juli die Leute langsam zu uns kommen und ins Wasserdorf kommen.

00:43:31: Da werden wir uns zusammen

00:43:37: fortbilden kennenlernen und auch die Aktionstage

00:43:41: vorbereiten.".

00:43:42: vorhin schon kurz gesagt, so ein bisschen von euch inspirieren lassen will.

00:43:46: Nämlich disrupt.

00:43:47: und ja wir wissen auch von einigen Leuten die da dabei sind und die auch unseren Podcast hören deswegen wäre jetzt irgendwie wer stellvertretend für die vielleicht nochmal an euch die frage richten gibt's irgendwas was ihr denen vielleicht mitgeben möchtet wo ich gesagt habt diesen fehler haben wir vielleicht gemacht würden nicht noch mal machen oder irgendwelche anderen sachen mit den ihr euch an die wenden möchtest.

00:44:12: Ich glaube, einerseits gibt es eine Dringlichkeit.

00:44:15: Wir wollen schnell handeln und starke Aktionen machen und andererseits müssen wir aber auch etwas Nachhaltiges aufbauen langfristig an Orten und wirklich vorher richtig gut verstehen worum es geht und eine klare Analyse haben damit wir auch an den richtigen Faden ziehen können.

00:44:39: Ich würde sagen, auf jeden Fall was ich euch mitgeben möchte ist passt auf euch auf und habt trotzdem Mut.

00:44:45: Nehmt euch Zeit aber redet nicht zu viel.

00:44:49: Ganz konkret würde ich sagen alles was bei den School Life Mon La Terre weniger gut funktioniert hat das sind Momente gewesen wo wir versucht haben Aktionsformen zu wiederholen, die einen guten Erfolg hatten beim ersten

00:45:00: Mal.

00:45:01: Und

00:45:01: im Endeffekt kann ich sagen da wo es wirklich gut funktioniert ist da wo etwas Unerwartetes passiert, wo man nicht auf uns wartet und wo wir es schaffen gegnerische Strategien zu umgehen oder

00:45:11: vorauszusehen."

00:45:17: und die Vertreterstrategie zu spielen.

00:45:32: Vielleicht... Ein Beispiel von einem mal, wo es nicht so gut geklappt hat und das war vielleicht auch die traumatischte Erfahrung war Sonzolin.

00:45:39: Wir waren zweimal in Sonzlin einmal im Oktober-Zweitenzwanzig oder einmal im März-Zwei-Tausendrein-Zwanzig.

00:45:45: Das erste Mal hat es extrem gut funktioniert.

00:45:47: wir haben mehrere Tage voraus des Camp aufgebaut sodass die Leute Perpe dazukommen konnten.

00:45:53: Haben das aber auch sehr schnell gemacht so dass die Stadt darauf nicht reagieren konnte und haben dann unsere Taktik entwickelt sind mit mehreren Zügen los und konnten dann auch die Polizeilinien durchbrechen Und wir wollten dann, weil das so ein Erfolg war, dass noch mal reproduzieren im März, am gleichen Ort.

00:46:14: Nur hat die Polizei natürlich die Zeit gehabt sich neue Taktiken zu überlegen und daher hat es nicht gut funktioniert und war für uns auch ein sehr traumatisches Erlebnis.

00:46:28: Aber zum

00:46:30: Beispiel für etwas wo das gut geklappt hat zum Beispiel kommen wir nochmal auf die Riesenwasserbecken zurück.

00:46:34: bei vor ungefähr anderthalb Jahren gab's eine große... in dem Bereich und alle erwarteten, dass wir auf die Baustelle des Mega-Bettens

00:46:41: fliehen.

00:46:42: Und alles war abgesperrt, es waren ganz viele Polizisten da, die Demo war verboten worden.

00:46:47: Was wir gemacht haben ist das wir von den Camp mit unseren Zügen losgelaufen sind und dann im allerletzten Moment erst abgebogen sind vom Weg der vorgesehenen war und dann über Feld und Stein und über verschiedene Flüsse mit den Traktoren und mit den dreitausend Leuten quergegangen sind und zu einem anderen Wasserbetten gegangen

00:47:04: sind.

00:47:05: Das was ich mir halt erwartet hatte dass illegale Wasserbecken, was wir dann gemeinsam zu dreitausend auch entwaffnet haben.

00:47:11: Das war sehr unerwartet für alle und für uns war das ein großer Erfolg und hat uns mit viel Freude erfüllt!

00:47:16: Und als zweites Beispiel vielleicht noch, dass wir manchmal auch Gelegenheiten ergreifen.

00:47:20: Auch wenn das nicht lange vorausgeplant ist.

00:47:23: im letzten Herbst haben wir einen Gletscher besetzt und zwar sehr spontaneweise.

00:47:28: es ging darum ein dritten Abschnitt eines

00:47:31: Lift zu bauen

00:47:32: der in den Alpen die Fahrer nach oben bringen kann.

00:47:36: Wir haben auf dem Gebiet wo die Baustelle anfangen sollte eine Besetzung gemacht in drei tausend vierhundert Meter Höhe und zwar so lange bis denn der Schnee gekommen ist und dann die Schneediebauarbeiten unmöglich

00:47:47: gemacht hat.

00:47:48: Das war eine sehr poetische Aktion für uns, und hatte im Grunde logischerweise nichts mit den anderen Aktionen unserer Saison zu tun also mit Beton oder Straßenbau aber dann doch auch mit dem Wasser.

00:47:59: Und bei uns war das unglaublich wichtig und schön das zu erleben.

00:48:03: es gab tolle Fotos davon

00:48:04: Zeitung

00:48:05: geklappt ist war unerwartet und wir haben es war wichtig für uns auch etwas Schönes und Poetisches zu erlebten nachdem was in Sanctunin

00:48:12: passiert.

00:48:12: Natürlich, es spricht von Wasser und der Artifizierung.

00:48:17: Es war auch eine Aktion für uns nach einer schweren Sequenz im Winter.

00:48:23: Eine Aktion, die uns ein bisschen Glück, Courage und Kraft gegeben hat, weil sie sehr erfolgreich war mit schöneren Fotos.

00:48:34: Wir haben die Arbeit gebrochen, weil er natürlich nicht auf das, was man in der Aktion betrifft, bei einem Geheimnis von ca.

00:48:47: ¾ Meter.

00:48:47: Und voilà!

00:48:47: Das war auch so eine Action... Ich möchte noch eine Aktion erwähnen, weil das einfach meine Lieblingsaktion war und es auch wirklich ein gutes Beispiel davon ist wie man einerseits einen materiellen Schaden verursachen kann aber auch was Positives machen.

00:49:01: Und das is ne Aktion die wir mit der Kumpf-Federation PSAN gemacht haben, mit der Gewerkschaft mit der wir viel machen in Wach in Südfrankreich Und zwar gibt es Bernard Arnaud.

00:49:13: Das ist, glaube ich der reichste Franzose der Welt und er kauft sehr viel landwirtschaftlichen Boden auf einfach weil's auch möglich ist durch so kleine Lücken im französischen Gesetz und wir haben sein Wein geerntet bevor er das machen konnte.

00:49:28: Wir waren zweihundert Leute, haben den Wein geertet und haben ihn dann auch gepresst, haben daraus Saft gemacht an einem Ort wo bald ein Weinkäller von Bernard Arno gebaut werden sollte und den haben wir dann in ganz Frankreich verteilt.

00:49:43: Und ich finde, das ist einfach ein richtig gutes Beispiel davon wie man auf was Schönes machen kann und etwas, dass wenn man das auf einer größeren Ebene nochmal reproduzieren würde auch wirklich einen wirtschaftlichen Schaden hinzufügen

00:49:56: kann.".

00:50:06: Es

00:50:07: gibt im Moment ein Moon-Projekt, wie vor den letzten zwei Jahren unsere Bewegung und die verschiedenen

00:50:11: Hypothesen

00:50:12: und Analysen, die wir aufgestellt haben.

00:50:14: Das

00:50:14: Boot kommt am neunzehnten Abtreben aus Frankreich heraus bei dem Verleger La Fabrique Und wir hoffen dass es schnell auf Deutsch übersetzt wird damit wir weiterhin in Kontakt bleiben können zwischen den deutschen und den französischen Kämpfen.

00:50:25: Ja

00:50:26: vielen Dank Elena und Louise das ihr heute hier war zwar ein super spannendes und inspirierendes Gespräch Und vielen Dank auch Anna und Marion, dass ihr übersetzt habt.

00:50:34: Das war wirklich großartig und total beeindruckend!

00:50:37: Vielen, vielen Dank!

00:50:38: Vielen Dank auch von mir, ich fand es super spannend... ...und freue mich euch bald nochmal hier auf einem der Events zu sehen für echte Grünheide.

00:50:46: Merci à vous!

00:51:05: So ja da sind wir wieder und wie nach jeder Folge sammeln jetzt noch ein bisschen die losen Enden ein und besprechen was wir besonders spannend an diesem Gespräch fanden und was man vielleicht auch daraus lernen kann.

00:51:17: Magst du vielleicht mal anfangen, was sind denn so Sachen die du besonders inspirieren fangst?

00:51:23: Erstmal diese alle vier an sich.

00:51:26: Also die beiden Aktivistinnen von Zulev Montielater am Aber dann auch die beiden Übersetzerin.

00:51:31: Ich fand es irgendwie... richtig spannend, die zu erleben.

00:51:33: Man merkt es ja, dass sie so richtig tief in so einer Organisierung gerade drinstecken und da auch was die Erfahrungen angeht, auch jetzt gerade am Ende des Gesprächs, das Sie einfach so richtig aus dem Vollen schüpfen können.

00:51:44: Das fand ich total cool und spannend und einfach auch richtig interessant, so eine andere Aktivismuskultur kennenzulernen.

00:51:52: Und eine Sache, da sprechen wir vielleicht gleich noch mal drüber, die ich bei den beiden richtig angenehm und cool fand war, starke Aktionen machen, also auch Sabotage oder Entwaffnung und solche Aktionsformen anwenden.

00:52:06: Und das die aber damit gar nicht so ein Habitus von gegen den fossigen Kapitalismus.

00:52:12: Mir war es man ja sonst oft hat so ein bisschen dass ist dann auch so hart und wir sind jetzt... Das ist in so einem Kampfmodus irgendwie umscheitet auf so eine ein bisschen

00:52:22: makriege Art?

00:52:24: Genau!

00:52:24: So wollte ich mir gerade überlegt was wie ich das beste Ausdrück habe.

00:52:30: sehr aus unserer männlichen Kultur verankerte Art.

00:52:34: Das fand ich bei denen total angenehm, dass sie so starke Aktionen machen und auch ganz klar sind in dem was die sagen aber dabei irgendwie voll zugänglich und nachdenklich und positiv bleiben.

00:52:44: Und das fand ich irgendwie total schön.

00:52:47: erst mal als ersten Eindruck vielleicht aus dem Gespräch.

00:52:50: Ja also Sie sind auf jeden Fall natürlich gegen den fossilen Kapitalismus und wollen ihn auch bekämpfen Mit einer anderen Energy, wie man heutzutage

00:52:59: sagt.

00:53:00: Das fängt schon fast ein bisschen eh so.

00:53:03: Nee, aber ja voll.

00:53:04: Das fand ich einfach super angenehm und super schön irgendwie.

00:53:08: Dass sie auch ganz oft gesagt haben im Gespräch, dass wenn Sie so Aktionen machen, dass sie das mit Freude erfüllt oder es kann jetzt natürlich auch ein bisschen an der Übersetzung klingen, dass dann genau die Wörter waren.

00:53:16: Aber dass sie einfach ... Es nicht nur geht so... Ja, halt so ein bisschen makahhaft sich gegen irgendwas zu stellen.

00:53:24: oder wir sagen jetzt nicht ganz auf unserem Framing.

00:53:26: Wir stellen uns dem mit unserem Körper entgegen und so sondern dass es wirklich mehr darum geht zum Beispiel wie bei diesen Bassans die sie zerschnitten haben das Wasser wieder an der Erde zu lassen da wo es hingehört aber irgendwie auch so eine phasenweise entspannter Art.

00:53:39: Dann lass uns doch vielleicht mal direkt bei dem Punkt Framing bleiben Du hast es gerade schon angesprochen, Sabotage beziehungsweise Entwaffnung.

00:53:50: Sie sprechen ja von Entwaffenung und das fand ich so einen ganz interessanten Punkt.

00:53:54: Wie ging dir das damit?

00:53:55: Ich fand es mega interessant erst mal.

00:53:58: Ich habe mich ein paar Mal gefragt wie's funktioniert also wie das auch übernommen wird weil Entwaffe nun ja wirklich so ein sehr positiver Begriff ist und den fand ich deswegen auch super schlau.

00:54:07: wie man ein Sachverhalt vermitteln kann.

00:54:14: Es geht vor allem um Kommunikationsarbeit, rund um Aktionen zum Beispiel und da kommt es stark auf die einzelnen Wörter an, die man wählt und was man damit transportiert.

00:54:24: Und Sabotage hat ja oft eher so einen ... So wissen das, was ich gerade beschrieben habe.

00:54:29: So bisschen hat schon so ein bisschen auch diese makkafte Kultur mit sich und so ein sehr starkes dagegen... Es

00:54:34: hat auch etwas Militärisches

00:54:35: auf den Kopf?

00:54:35: Es hat etwas Militarisches und etwas Zerstörerisches einfach.

00:54:38: Und hat glaube ich deswegen auch einfach wenn man das dann benutzt um das Kurs total viele sehr negative Konnotationen und auch Assoziationen.

00:54:46: also wenn man da mit anderen Menschen drüber spricht die selber so Aktionsform nicht wählen oder die ja vielleicht aus einer wirklich sehr bürgerlichen Zivilgesellschaft kommen finden sie das oft sehr kritisch.

00:54:56: Einfach weil es zerstörerisch ist.

00:54:59: Dann sagt er noch mal so for starters, also Framing worum geht's da eigentlich genau?

00:55:04: Also was irgendwie der Begriff schwirrt ja immer so rum aber vielleicht gibt es auch einige Hörerinnen die sagen ich hab den Begriff schon tausendmal gehört aber irgendwie so richtig griffig erklärt hat mir noch niemand.

00:55:15: Was haben wir damit eigentlich genau auf sich?

00:55:19: Ich glaube in der Nachschel ganz kurz ist ja Frame heißt ja Rahmen und Im Grunde ist genau das Framing, nämlich wie ich meine Nachrichten rame.

00:55:30: Also was über Zugsrahmen ich aufbaue, worauf ich mit meinen Worten verweise und es können zum Beispiel Werte sein also zb bei dem Begriff Entwaffnung.

00:55:39: jetzt auf der anderen Seite würde ich sagen dass der Frame so etwas wie in Einklang leben Frieden gegen Militarisierung, also viel was positiv und eher so holistisch eigentlich ist.

00:55:50: Also in so einem... Gegenzerstörung?

00:55:52: Genau!

00:55:52: In so einem ganzeitlichen und friedlichen Bedeutungsuniversum bewegt sich das.

00:55:58: Was für Wörter ich benutze, auf was für Bezugsrahmen ich mich beziehe.

00:56:01: Das spielt halt immer auf Wert an und auf Assoziationsketten die man ganz unbewusst bildet und deswegen sind die einzelnen Wörtern so zentral wie man benutzt.

00:56:10: Gerade sowas wie Sabotage oder Entwaffnung Das ist jetzt nicht der, die das, sondern es sind wirklich die zentralen Wörter, die man benutzt in der Kommunikation.

00:56:18: Und deswegen ist es so wichtig, die mit Bedacht zu wählen.

00:56:22: Es geht irgendwie darum, welche Geschichten man erzählt und welche Geschicht nicht nur auf diesem expliziten Sinn wie fossile Infrastruktur ist schlecht – das wissen wir alle.

00:56:31: also muss sie weg!

00:56:32: Und das ist einfach ein sehr meta Effekt, Womit sich das verbindet?

00:56:37: Die größere Geschichte, in dem es sich abspielt und worauf es verweist was für Gefühle es auslöst.

00:56:43: Wenes auch anspricht wer sich davon abgeholt fühlt.

00:56:46: und so wenn jetzt du hast ja jetzt einmal gesagt was so aus deiner Sicht die Bezüge sind von dem Framing Entwaffnung sag doch noch mal Was Sabotage jetzt im Unterschied dazu wäre was worauf spielt das an?

00:57:00: was verbindet sich damit?

00:57:01: welche Assoziationen hängen damit zusammen?

00:57:04: Genau, das habe ich ja vorher auch schon mal kurz gesagt.

00:57:06: Ich glaube, Sabotage verweist eher auf so einen Bezugsrahmen von Zerstörung, Stoppen ... Vielleicht auch sich in den Weg stellen?

00:57:13: Es geht, glaub ich, viel.

00:57:14: Ich glaub also associativ würde man viele Fabrikprozesse oder technische Prozesse damit verbinden.

00:57:19: Also auch was, was erst einmal irgendwie sehr unemotional ist auf einer Art und Weise, weil es sehr in einem technischen Bezugsrahmen bleibt.

00:57:28: Das sind, glaube ich, Bedeutungswelten, die ich jetzt spontan mit Sabotagen unterhalt oft auch eher militante

00:57:34: Gruppen,

00:57:35: also militante Aktionen.

00:57:37: Und das ist, glaube ich was für viele Menschen jetzt auch, weil du dir gerade noch mal gesagt hast ne Framings spielen immer auf Emotionen an und das ist etwas, würde ich sagen, was eher bedrohlich wirkt für viele menschen.

00:57:49: Gerade weil es so technisch und unemotional ist aber irgendwie sozusagen diesen Zerstörung Charakter hat während Entwaffnung eher friedlich zugänglich usw.

00:58:00: Ich finde bei dem Punkt Framing auch noch interessant, wir erzählen ja unsere Geschichten nicht in einem Vakuum.

00:58:06: Sondern wir erzählern das ja auch immer in einem Kontext im Umfeld wo es auch politische Gegner gibt die auch Geschichten über uns erzählen und so weiter.

00:58:15: und es ist irgendwie beim Framing geht's ja ein bisschen um diese Frage der Kampf um die Deutungshochheit.

00:58:21: was passiert da?

00:58:22: mit welchen Assoziationen gefühlen usw.

00:58:24: verbindet es sich?

00:58:26: Und da ist es ja auch ganz interessant, also die Gegenseite wird bei so einer Aktion wie jetzt.

00:58:32: Die Entwaffnung von diesen riesigen Wasserbecken wird immer der politische Gegner versuchen, die Geschichte zu erzählen von den radikalen extremistischen Linken, die mal wieder Eigentum zerstören und ... der Gegenpart sind zu den rechtschaffenden Geschäftsleuten, die das Produkt erwirtschaften.

00:58:57: So jetzt mal so ganz plattgesagt?

00:59:00: Genau.

00:59:00: und da ist dann die Frage aus meiner Sicht inwieweit man in dem gegnerischen Framing bleibt oder zumindest der Anschlussfähig ist an das gegnerische Framing solange man eben selber dann Sabotage und Zerstörung und diese ganzen Bedeutungswelten selber auch mit bedient.

00:59:16: Und bei der Frage von Entwaffnungen würde ich sagen löst es dann eher beim Publikum die Frage aus wer ist, wer zerstört hier eigentlich wirklich?

00:59:26: Sind das die Aktivistinnen oder sind das eigentlich die Unternehmen?

00:59:31: und da kann man sich dann zwischen entscheiden.

00:59:34: Also sprichst du noch mal einen voll wichtigen Punkt an nämlich was ist der Kontext in dem man Framings anwendet und dass es tatsächlich auch einer wo ich ein kleines fragezeichen habe bei dem Entwaffnungsdiskurs weil manchmal sind Framigs ja einfach so gesetzt dass es praktisch unmöglich ist mit einem alternativen Framing durchzukommen Vielleicht auch weil es sehr offensichtlich ist, dass man da versucht eine Nachricht auf eine bestimmte Art und Weise zu vermitteln.

00:59:55: Die sich vielleicht mit dem hegemonialen Diskurs jetzt nicht so gut funktioniert?

01:00:00: Und wenn der hegemodiale Diskurs ist das sind Störenfriede oder militante Gruppen oder so dann wird es sehr schwer sein in Framing durchzusetzen was sagt wir sind total friedlich und die eigentliche Zerstörung findet woanders statt.

01:00:15: und das ist glaube ich etwas was ich aus spannend finde dass man meist nur rausfinden kann, indem man es ausprobiert.

01:00:21: Wie das funktioniert?

01:00:22: Weil bei Framing gibt es immer diese Ebene von ich sende eine Nachricht und möchte die auf bestimmte Art und Weise vermitteln.

01:00:29: aber es gibt auch den zweiten Punkt von sie muss irgendwo ankommen und je nachdem wie die Diskuse da rundherum sind, aber auch wie die Leute an die die Nachricht kommt selber situiert sind wird ihr auf verschiedene Atemweisen aufgefast oder überhaupt erst verstanden oder kann sie überhaupt erstverstanden werden je nach Vorwissen zum Beispiel.

01:00:47: Das ist die zweite Seite, wo ich mich auf der ersten Seite sage Entwaffnung finde ich mega schlau.

01:00:52: Auf der zweiten Seite nicht hundertprozentig sicher bin aus funktioniert und deutschen Kontext würde jetzt mal sagen

01:00:57: Ja es sind ja am Ende auch super kulturelle Faktoren die da wichtig sind Wo wir vielleicht gar nicht so genau verstehen wie der Diskurs in Frankreich dazu funktioniert möglicherweise anders als hier Und ich finde es aber ein wichtiger Punkt, also nochmal sozusagen einerseits sich zu überlegen was wollen wir und wie können wir möglichst so unsere Kommunikation aufbauen dass sie halt in unserem Sinne ist.

01:01:19: Und dann aber immer noch mal diesen Check zu machen, in welchem Umfeld das ist weil wenn man total abseitig kommuniziert, wird es auch nicht aufgegriffen.

01:01:27: Es muss irgendwie so ein schwieriges Zwischending für alle die es interessiert.

01:01:32: Vielleicht noch ein Literatur-Tipp zum Thema Framing, nämlich von George Lakoff Don't Think of an Elephant.

01:01:39: Da geht es genauso um diese Framing-Fragen und er sagt letztendlich so ein bisschen die These von Lakoff ist Es gibt unterschiedliche politische Lager, die in verschiedenen Bedeutungswelten leben Und wir müssen mit den unterschiedlichen Reben wenn wir sie erreichen wollen.

01:01:53: Und noch ein Tipp.

01:01:55: Im Juni ist wieder die Linke Medienakademie und da wird Inken einen Workshop anbieten zum Thema Framing, und da kann man also tatsächlich auch einfach nochmal so ein bisschen hands-on an dem Thema weiterarbeiten wenn man will.

01:02:09: Genau jetzt aber nochmal zu einem Thema, ein anderes Framing.

01:02:12: was ich total interessant fand oder einen Begriff vor allem ist der von WaterGrabbing.

01:02:17: den kannte ich tatsächlich bis dahin nicht Schlau und interessant.

01:02:23: Es schließt auch an diesen sehr etablierten Landgrabbing-Diskurs, dass sich nicht nur Boden, sondern Wasser angeeignet wird von großen Investoren.

01:02:33: Das ist ein Begriff, den ich in Deutschland nicht so richtig mitbekommen habe, das Leute benutzen.

01:02:41: Vielleicht hab' ich auch nicht gut genug hingehört, aber das ist auf jeden Fall eine, die mich noch mitnehme.

01:02:46: Bis jetzt könnte man sagen ... Alternativbegriff wäre Wasserprivatisierung.

01:02:52: Bei dem einen ist völlig klar, es gibt so die gierigen Grabber, die irgendwie jetzt unrechtmäßig versuchen sich das Gemeingut anzueignen.

01:03:01: bei dem anderen wirkt erst mal wie ein recht harmloser ...

01:03:05: Privatisierung gibt's halt?

01:03:06: Begriff privat kennen wir alle finden wir auch zum Teil vielleicht sogar gut dass man auch mal irgendwie für sich ist und Da verbinden Leute, was der Andere ist mit.

01:03:19: Auch wenn es sich um ein und dieselbe Sache handelt.

01:03:22: Ja total.

01:03:25: Exkurs zu Framing.

01:03:28: Das haben wir schon lange Zeit von der Nachbesprechung dafür aufgewandt.

01:03:31: dann lass uns noch über die andere Sachen sprechen.

01:03:33: Valentin Was ist denn auch ein anderer Aspekt der dir noch im Kopf geblieben ist?

01:03:37: Ja, ein anderer Aspekt den ich super spannend find.

01:03:39: weit so auch gegen Ende des Gesprächs wo es nochmal um die Aktionsform ging.

01:03:43: Die haben ja erzählt dass sie zum Beispiel diese Aktion gemacht haben wo sie den Wein von dem reichsten Franzosen geerntet haben und die Trauben selbst gepresst haben und den Saft dann eben verteilt haben im ganzen Land oder diese Besetzung vom Gletscher gegen den Skilift usw.. Sie haben ja gesagt, sie versuchen halt immer wieder so out of the box zu denken.

01:04:06: Und das finde ich krass, dass denen das gelingt weil meistens hat man Bewegungen also meistens sieht man die Bewegung sehr stark irgendwie die Erfahrung machen eine bestimmte Aktionsform funktioniert.

01:04:18: Also bei Endegelände sind das die Tagebaubesetzungen.

01:04:22: selbst wenn sie jetzt versuchen auf Gas zu gehen behalten sie das dann doch auch irgendwie bei, wie man politisch auf dem Thema Aufmerksam macht.

01:04:31: Es gibt die weißen Anzüge, es gibt die Finger, durch Fließen der Polizeiketten und eine temporäre Besetzung von fossiler Struktur.

01:04:41: Wir kennen das von Fridays for Future wo die Leute immer sagen Klima Streik sind die Lösung egal was passiert.

01:04:49: Letzte Generation ist ein interessanter Grenzfall weil die haben auch mal versucht sehr viele unterschiedliche Sachen auszuprobieren Und letztendlich sind sie dann doch aber immer wieder beim Kleben gelandet, sehr lange.

01:05:00: Auch da gibt es diese eine Sache die man so klar mit denen identifiziert und scheint mir so als könnten wir hier von den Souleve Mont de la Terre einiges lernen weil die irgendwie sich... erhalten, immer wieder radikal neu zu denken auf eine Art die auch funktioniert oder zu funktionieren scheint jedenfalls.

01:05:19: Genau ich finde das auch richtig spannend weil ich das auch in der Klimabewegung hier oft erlebt habe dass es so Generationen von Aktivistinnen gibt und dann immer ab reine Generationen die Aktionsform einmal mitgemacht hat und sie danach selber auch noch mal organisieren will und das dazu führt dass man so immer weiter dasselbe Modell fährt.

01:05:35: nicht nur das natürlich aber unter anderem auch diese Dynamik dazu führt Und aber wenn man zweimal dasselbe gemacht hat, Journalisten in einem schon anfangen zu sagen Leute das wird ein bisschen lame.

01:05:47: Wir brauchen eine neue Story um das weitererzählen zu können.

01:05:50: und dass es ja auch oft im totalen Gegensatz dazu steht, dass politische Kämpfe einfach lange brauchen und halt nicht zwei Aktionen reichen um den Kohleausstieg zu erkämpfen Das finde ich richtig spannend, wie man es dann trotzdem schafft immer wieder neue Aktionsformen zu finden oder trotzdem auch sagt.

01:06:07: Dann vielleicht okay, dann gehen wir das mal auf einem Hafen anderes Aktionsfeld und irgendwie auch so ein bisschen dass das für so'n Ökosystem in der Bewegung wichtig ist nicht immer nur dasselbe zu machen sondern halt auch nach einer Aktion die vielleicht bei einem Bassar nicht so gut gelaufen ist eine andere Aktion zu haben bei einem Gletscher die dann gut läuft.

01:06:24: genau und da stecken natürlich auch vier Aktionstaktisches noch dahinter.

01:06:26: also was sie auch gesagt haben da geht's ja nicht nur um diskursive Gegenstrategien sondern auch vor allem auktionstaktische Polizei, die natürlich irgendwann die Strategien auch kennt und wo es dann irgendwann immer schwieriger und komplizierter wird.

01:06:36: Und ich habe mich noch bei den späten Endegelände-Aktionen, wo man in der Kilometerweite durch die Wallachei laufen muss, weil die Polizei den einen Tag überhaupt schon so gut schützt und die Taktiken auch schon so genau kennen, dass man immer weiter ausweichen muss.

01:06:49: Genau das finde ich auch wirklich eine wirklich, also organisationstechnisch total spannende und schwierige Frage wie man es schafft, die Offenheit zu bewahren für neue Aktionsformen vor allem wenn wir diese Konsensverfahren Was würde ich sagen, ein bisschen strukturell auch ein konservatives Entscheidungsmodell ist?

01:07:09: Ja.

01:07:09: Da sind wir jetzt schon bei dem Punkt irgendwie die Frage was man auch so auf einer strukturellen Ebene von den Leuten lernen kann.

01:07:17: also einerseits irgendwie scheinen sie sich immer wieder so kreative Denkräume offen zu halten indem Sie neue Aktionsformen entwickeln sich ausdenken und dann eben auch ausprobieren.

01:07:29: Und es gibt ja aber noch andere Sachen, die auch spannend sind an denen.

01:07:32: Und warum sich auch gerade in Deutschland viele Leute für die interessieren.

01:07:37: und das ist ja so ein bisschen das Verhältnis zwischen einer großen landesweiten Kampagne einerseits und auch noch Struktur und auf der anderen Seite was im Gespräch immer wieder hervorkam diese sehr starke Verwurzelung vor Ort und dieses also dieser Gedanke dass letztendlich überregionale Struktur eigentlich immer nur eine Unterstützung der lokalen Kämpfe ist und die Agency auf einer Art auch sehr stark vor Ort liegt.

01:08:08: Ja, das ist nicht mega interessant.

01:08:09: also genau zu sagen, wie weit wir in Aktion gehen, was wir da machen, was da gerade angemessen ist finde ich ein ganz anderes Gefühl in Deutschland, das sind mal so bisschen mit Denken immer vom Dach aus.

01:08:21: Wo

01:08:23: bricht kein Zürich?

01:08:24: ZK entscheidet!

01:08:26: Und da wird es umgesetzt.

01:08:28: Das ist eine ganz andere Verwurzelung und eine ganz anderen Denkweise, habe ich das Gefühl wirklich gerade so zähmäßig zu denken von den lokalen Initiativen aus was die gerade brauchen und auch zu sagen wir kommen halt erst dazu wenn ihr alles versucht habt was geht und nicht sozusagen so.

01:08:43: ich hab's gefühlt in Deutschland ist der Gedanke oft so wo ist der nächste Kristallisationspunkt?

01:08:47: Wo können wir nächsten Großkonflikt hochziehen?

01:08:49: Ich würde auch voll sagen es gibt strategische Momente in denen das Sinn ergibt Weil einfach in Deutschland es gibt bestimmte Sachen, die werden auf Bundesebene entschieden.

01:08:57: Dann braucht man einfach große Kostalisation zum Protestorten.

01:09:00: Ich finde das gibt dafür auch gute Argumente.

01:09:01: Aber wenn man gerade nicht an so einem Punkt ist In der Bewegung oder in der gesamtpolitischen Situation Sondern eher an so einen Punkt würde ich ein bisschen sagen wie jetzt Wo man noch nicht so genau weiß Es gibt irgendwie verschiedene Herde Es gibt verschiedene lokale Sachen.

01:09:14: Dann glaube ich ist der Moment wirklich Von den lokalen Initiativen auszudenken.

01:09:18: Ich erinnere mich auch noch bei Endegelände An so eine Diskussion einige Jahre her, auch bevor ich selber mal bei einer Endegeländeaktion mitgemacht habe.

01:09:28: Wo es so um diesen Konflikt um einen Mührenfeld

01:09:32: ging.

01:09:33: Wo

01:09:35: Aktivistinnen über die Felder gelaufen sind und dabei auch Ernte kaputt gemacht haben Und dann die Bauern vor Ort wütend waren das natürlich auch sehr dankbar aufgegriffen wurde von rechten Medien Wo zumindest diskursiv in der Berichterstattung dann sehr stark dieser Konflikt aufgemacht wurde, wie man es immer wieder gerne macht auch aktuell bei Tesla und Grünheide.

01:10:00: Die Umweltaktivisten aus den Metropolen oder aus Berlin oder whatever die jetzt den Leuten vor Ort entweder was kaputt machen oder was vorschreiben wollen oder so weiter.

01:10:11: Und also oft genug ist das auch krass an den Haaren herbeigezogen.

01:10:14: Also in Grünheide sieht man ja, da hat die Mehrheit sich gegen die Erweiterung von der Gigafactory ausgesprochen und trotzdem berichtet jetzt der RBB über die Proteste gegen Tesla.

01:10:25: so Die Umweltaktivisten aus Berlin kommen und die Anwohner demonstrieren für den Ausbau.

01:10:33: Es hat nicht immer eine Fundierung, die irgendwie auch Wahrheits... gemäß ist.

01:10:39: Und trotzdem, je stärker man sich lokal verwurzelt, desto stärker ist man auch gewacknet gegen diese Delegitimierungsstrategie und desto stärker hat man auch Leute von vor Ort die eben auch das Wort ergreifen können.

01:10:54: Das fand ich einfach... einen interessanten Punkt und fand auch interessant, dass ich bei denen aber den nicht den Eindruck hatte das es nur strategisch ist.

01:11:03: Sondern den ist es einfach wirklich voll in Anliegen.

01:11:05: also es hat auch so eine ethische Komponente dass man halt sagt wir finden es richtig so Politik zu machen.

01:11:10: Ja das finde ich auch voll den wichtigen punkt.

01:11:12: Ich würde nochmal einmal finde was der eigentlich war zwei Argumente gemacht wird immer zum ersten zurückgehen nämlich diese lokale Verankerung.

01:11:18: auch um mich so angreifbar zu sein Das sollte man auch nicht romantisieren.

01:11:23: Man wird immer Leute vor Ort haben, die Scheiße finden und in einem gegebenen Mediennarrativ, in dem schon diese Geschichte an Wohner gegen Umweltschützerin so klar vorgeschrieben ist, wird es sehr schwer sein das zu drehen, selbst wenn man sehr gut lokal verankert ist.

01:11:37: Siehe Grünheiler hast du gerade schon gesagt.

01:11:39: Trotzdem ist es glaube ich ... Gut!

01:11:42: Allein schon, weil man ja eine langfristig gedachte große größeres Ökosystem von Bewegungen aufbauen möchte.

01:11:49: Und wenn man immer wieder in Orte kommt und da die Menschen verpreilt mit dem man vielleicht am Anfang sogar zusammengearbeitet hat indem dann aktionstaktische Entscheidungen trifft zum Beispiel die über deren Köpfe hinweg gehen oder die das Gefühl haben hier war jetzt eine große Aktion und wir müssen hinterher den ganzen Scherbenhaufen aufräumen.

01:12:05: Dann ist das glaube ich einfach langfristigen Problemen Weil man halt die Bewegung eher zersplittert als dass man sie in einem großen Netzwerk aufbaut und eint.

01:12:14: Ich glaube, dass es dafür voll wichtig ist.

01:12:16: Da sind wir eher bei deinem zweiten Argumentationspunkt dieser Beziehungsebene.

01:12:21: Dass man das schafft wirklich auf einer Beziehungs-Ebene ... Und da fand ich auch mega spannend, was die gesagt haben.

01:12:27: Einerseits zu den Leuten aber auch zum Land eine Verbundenheit irgendwie aufzubauen.

01:12:32: Und würde ich aus eigener Erfahrung auch total sagen... Das fühlt sich auch total anders an wenn man ... Aktionen macht in einem Gebiet, indem man sich zum Beispiel auch ein bisschen auskennt.

01:12:41: Oder indem man weiß... Da hinten gibt es noch einen See der ist voll schön hier gehen die Leute zum Wochenmarkt.

01:12:48: Hier wohnt ja einer den man nicht mag.

01:12:51: so indem man diese ganzen Sachen aber kennt kann man sich auch ganz anders bewegen und ganz anders diese Konflikte irgendwie ganz anders führen.

01:12:58: Ja in dem Kontext von so Ökosysteme fand ich auch diese Organisation aus Rangreich Terdylüt Also die Erde der Kämpfe, würde man das auf Deutsch übersetzen oder vielleicht auch Orte des Kampfes.

01:13:11: Oder ich weiß nicht, es kann man so ein bisschen sinngemäß unterschiedlich übersetzen.

01:13:14: aber Organisationen, die scheinbar ja sich genau zur Aufgabe gemacht hat diese lokalen Verknüpfung eben herzustellen und ja fand ich irgendwie interessant.

01:13:23: was fährt jene Organisation einen in Deutschland wo du sagst ist ein bisschen so'n Pendant gibt's gar nicht.

01:13:28: Ja, also das Movement Hub geht so ein bisschen in die Richtung.

01:13:33: Insofern als dass die halt viele Kontakte zu auch kleinen Initiativen von vor Ort haben und die fördern.

01:13:39: Weisselt Asphalt hat das mal angefangen... ...in der Verbindung von Kämpfen gegen Autobahnen-Weiterungen und Straßenbau und so.

01:13:48: Aber ich glaube es ist in so einer Breite, die auf verschiedene Klimakämpfe, Umweltschutz anliegen Verbinden und abdecken und unterstützen, wüsste ich das nicht.

01:14:02: Und ich glaube, dass ist auch ein bisschen eine Leerstelle tatsächlich in der Bewegungslandschaft hier.

01:14:08: Eine Sache die mich noch nachhaltig beschäftigt aus dem Gespräch ist diese Frage von Beziehungssarbeit- und Aktivismus.

01:14:17: Das haben wir ja gesagt, dass es denen extrem wichtig ist ... nach den großen Plänen dieses gemeinsame Essen, dieses sich begegnenen zusammenfeiern und so weiter.

01:14:27: Und ich finde das passt irgendwie extrem gut zu denen.

01:14:32: also so wie sie eine Beziehung zum Land und zu den Orten, und zu dem nicht menschlichen Lebewesen auf einer Art.

01:14:42: Es gab ja auch den Punkt im Gespräch wo sie gesagt hat so Wir treffen dann die Leute die ganzen Vogelarten von dort kennen Und irgendwie Auf dem Fluss schon Im fluss schon geschwommen sind der da ist und also so dieses.

01:14:56: Genau das zieht sich finde ich so total durch und kommt eben auch nochmal zum Zug bei dieser Frage von, wie organisieren sie sich als Gruppe?

01:15:06: Bei Eklena und was ist da wichtig.

01:15:10: Ja also es kommt mir schon auch so vor dass das häufig ein Aspekt ist der in Polit zusammenhängen.

01:15:18: auch zu kurz kommt dieses Zugewandte.

01:15:22: Elinah hat ja von diesen drei Säulen gesprochen mit den konkreten Aufgaben dem Prozessen und den Beziehungen und da dachte ich sofort okay bei uns meistens Prozesse und Aufgaben.

01:15:33: Und ja, ich finde das irgendwie auch total interessant da so ein Fokus drauf zu legen und denke auch dass diese Ausflüge zum Beispiel die machen an die Orte um sich mit damit aus ein bisschen gemeint zu machen.

01:15:42: Daher außergewichtiger Faktor drin sind.

01:15:44: Ich finde auf der anderen Seite wo ich merke es gibt ein bisschen Entspannungsfeld oder für mich zumindest steht das ein bisschen in Spannung Das wir ja auch immer wieder hier auf dem Podcast gesagt haben oder ich das auch voll vertreten würde Es ist auch super wichtig wenn man aktivistisch aktiv ist, noch Kontakt und Beziehungen zu Leuten zu haben, die das nicht sind.

01:16:04: Und sich in einem anderen gesellschaftlich anders verankert sind.

01:16:10: Da auch immer wieder so ... Checks zu machen, weil man ja in Bewegung die Gesellschaft verändern möchte und wenn man sich zu weit entfernt davon wie andere Menschen in dieser Gesellschaft leben ist das einfach schwierig.

01:16:20: Wenn man so ein bisschen den Anschluss verliert und das ist halt glaube ich einfach im Rahmen von wir haben alle vierzehn Stunden am Tag und wo können wir eigentlich unsere Beziehungen führen?

01:16:29: Merke ich es dass irgendwie auch ein bisschen ein Spannungsfeld, wenn man sehr viel Beziehungsarbeit in der Bewegung macht hat man weniger Zeit für beziehungsarbeit außerhalb der Bewegungen.

01:16:38: Da gibt es vielleicht auch manche, die sich so entscheiden.

01:16:40: Manche, sie sich so entscheiden und sind bei das gut und wichtig.

01:16:44: Ja voll.

01:16:45: Ich glaube, man kann ja einfach ... Also, man muss immer wieder neu gucken, wo gibt's Räume in denen man das gemeinsame feiern und sich begegnen irgendwie organisieren kann?

01:16:58: Auch wenn das jetzt nicht in jeder Besprechung, in jedem Plenum oder whatever ist.

01:17:04: Es gibt ein bisschen den Punkt.

01:17:05: also ich hatte immer mal wieder Erlebnisse in Politkontexten, wo ich das Gefühl hatte.

01:17:10: Ich kann mit den Leuten auch eigentlich nur über Politik reden, weil so ansonsten wird's irgendwie ... Ja, irgendwie weiß ich gar nicht so richtig was sonst so ist und das waren Momente die ich immer eher ein bisschen unangenehm fand.

01:17:23: und wo ich jetzt dachte ja wie kann man noch mal ein bisschen genauer gucken?

01:17:28: Wie kann man das organisieren dass man mehr mit den leuten teilt ohne eben wie du sagst und da stimme ich ja voll zu komplett in dem Aktivismus-Sumpf zu versinken.

01:17:37: Vielleicht brauchen wir manchmal auch nicht ganz so viel Fokus auf Prozesse und Aufgaben, das ist auch ein Weg!

01:17:43: Okay

01:17:44: dann es war eine lange Nachbesprechung.

01:17:46: Wir hoffen natürlich es hat euch gefallen.

01:17:48: die Folge wenn ihr Anregungen habt Gedankenkritik Vorschläge für weitere Themen könnt ihr uns natürlich immer gerne schreiben.

01:17:57: unsere E-Mail Adresse findet ihr in der Podcast Beschreibung.

01:18:01: Und ja, vielen Dank fürs Zuhören.

01:18:05: Wir hoffen ihr bleibt uns gewogen wenn es wieder heißt...

01:18:08: Was tun?

01:18:22: Vielen Dank!

01:18:29: Tschüss!

Über diesen Podcast

"Andere Podcasts haben die Welt nur verschieden interpretiert, es kommt darauf an, sie zu verändern." Karl Marx

Kontakt: wastun@posteo.de

von und mit Inken Behrmann und Valentin Ihßen

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