00:00:00: Hallo und herzlich willkommen zum Was Tu'n Podcast.
00:00:02: Hier sprechen wir einmal im Monat mit Aktivisten und Aktivistinnen darüber, wie wir als Linke nicht nur kämpfen sondern aufgewöhnen können.
00:00:11: Wir – das sind Ingen Bärmann und Valentin Isen – diskutieren beide viel über politische Strategie und machen diesen Podcast um die Diskussion auch mit euch zu teilen.
00:00:21: Unser heutiger Gast ist Carla von der Kampagne Alles beginnt im Zentrum.
00:00:27: Aktuell stehen viele linke Kulturorte.
00:00:30: Das liegt einerseits an den politischen Kürzungen, aber auch an der wachsenden politischen Bedrohung von rechts.
00:00:36: Doch genau jetzt sind diese Orte richtig wichtig!
00:00:38: Denn Gruppen die Demos organisieren oder Bands in Lekasubkultur haben meistens kein Geld für eigene Räume – sie sind darauf angewiesen dass Sie sich kostenfreien anderen Orten treffen können um Aktionen zu planen wie zum Beispiel wieder setzen und diskutieren oder sich auszutauschen.
00:00:52: Doch nicht nur für Aktivisten, auch für viele Jugendliche die wenig Geld haben sind Orte an denen sie ihre Zeit verbringen können ohne teure Getränke oder Essen zu konsumieren.
00:01:00: Wichtige Anlaufpunkte!
00:01:01: Doch viele dieser Orter sind gerade bedroht.
00:01:03: Generifizierung und steigende Mieten, Anglüsse von Nazis, Einschüchterung und eingeschlagenen Fenster – oder aber auch die Streichung von Mitteln für kulturelle Orte wie sie gerade bundesweit vom CDU-Familienminister den Karin Prim vorangetrieben wird.
00:01:18: Heute sprechen wir darüber was wir tun können, damit diese Orte bestehen bleiben.
00:01:49: aus Ost- und Westdeutschland gebracht.
00:01:51: Robert, aus dem sozio-kulturellen Zentrum Zochra, aus Heiberstadt in Sachsen-Anhalt und Elia aus der Koralle in Essen.
00:02:00: Viel Spaß mit den Soundbites!
00:02:01: Und dann im Interview mit Carla von Alles Beginntem Zentrum.
00:02:06: Viel Spass!
00:02:15: Hi ich bin Robert aus der Zochre an Heiber Stadt Im Harz.
00:02:18: Wir sind ein sozikulturelles Zentrum das es seit inzwischen thirty fünf Jahren gibt ein echtes Bollwerk gegen die extreme Rechte darstellt in der schwierigen Region Harz.
00:02:32: Wir machen ganz viele verschiedene Sachen, wir sind eine anerkannte Einrichtung der offenen Kindern Jugendarbeit, sind ein großes Jugendzentrum, machen Konzerte, Festivals Parties Techno-Partys Workshops Lesungen haben sehr viele verschiedene Beratungsangebote für verschiedene Menschengruppen am Start Machen tolle Ferienprogramme für Kinder, wir sind ein wichtiger Begegnungstreff.
00:02:55: Für verschiedene Menschengruppen die sichere Orte brauchen wie die Zora zum Beispiel Geflüchtete und Migrantinnenquieremenschen Jugendliche andere Menschen Die eine Zugflucht suchen und die Gemeinschaft suchen Und eine friedliche Gesellschaft anstreben.
00:03:12: Wir haben ein tolles großes Haus mit sehr vielen Möglichkeiten Werkstätten.
00:03:19: Unser Fahrrad selbsthilfewerkstatt, die Siebdruck-Werkstatt und die Holzwerkstatte haben eine eigene Vereinsbar, die sehr gemütlich ist.
00:03:27: Ein Jugendtreff mit vielen Möglichkeiten haben Konzertsaal, Sommerbühne für Open Air Konzerte und vieles mehr.
00:03:37: Wir sind wie viele andere Organisationen und Vereine und Häuser in Sachsen-Anhalt gerade massiv bedroht durch eine mögliche rechtsextreme Landesregierung.
00:03:46: Am sechsten neunten war hier dieser Schock in der Landtagswahl mit forty drei Prozent für die AfD.
00:03:54: Wir haben uns wie viele andere Akteure aus der Zivilgesellschaft hier in Sachsen massiv eingebracht, haben sehr viele Dinge auf die Beine gestellt und sehr viel geleistet und ja haben da gemerkt dass das öffentliche Schlaglicht, dass der Aufmerksamkeit doch sehr groß ist endlich mal.
00:04:12: es haben sich sehr viele Menschen hier an Sachsen Anhalt gewünscht Und wir wünschen uns einfach, dass diese Aufmerksamkeit jetzt eben nicht verschwindet.
00:04:18: Wie das leider auf der Fall ist wenn Wahlen gelaufen sind sondern, dass sie bleibt oder sogar noch größer wird weil die wirklich harten Zeiten, die brechen erst jetzt an ab Dezember und da braucht es ja jede Form von Aufmerksamkeit.
00:04:35: aber es braucht auch Unterstützung in Form von finanziellen Mitteln im Form von Fördermitgliedschaften in Form vom Spendenden.
00:04:43: Wir sind wie viele andere auch von Kürzungen bedroht, von Repressionen bedrohen und Gewalt bedrohnt.
00:04:49: Und müssen dringend finanziell unabhängiger werden von staatlichen Mitteln, die die AfD eben auch in Frage stellen und kürzen kann.
00:04:57: Und wir wollen uns gerade auch wappnen gegen rechte Gewalt.
00:05:00: Wir merken das, dass die Aggression wieder zunehmen, dass sich die Bedrohungslage zuspitzt.
00:05:06: Wir müssen das Haus sicherer machen, müssen da ein bisschen investieren.
00:05:11: Das braucht ja auch sehr viel Unterstützung.
00:05:14: Auch von außen.
00:05:15: darüber werden wir uns sehr freuen, damit wir hier die Arbeit, die so wichtig ist, weitermachen können.
00:05:20: Damit wir durchhalten können und uns auch wieder setzen können in jeder Form von autoritärer Politik.
00:05:28: Hallo ich bin Elia.
00:05:30: Ich komme aus dem Kollektiv der Kuralle in Essenfrunhausen.
00:05:35: Die der kurale zugrunde liegende Idee begann am Räumungspanzer.
00:05:41: Der hatte aber natürlich auch eine kleine Vorgeschichte.
00:05:45: In den letzten Jahren wurde in Essen von Hausen die ehemalige Hauptschule Berendelle besetzt.
00:05:50: Damit wurde das erste Mal in jüngerer Vergangenheit der Ruf nach einem sozial-kulturellen Zentrum bei uns im Viertel laut.
00:05:58: Die Besetzung hielt zwar nur wenige Tage, aber die Idee war in der Welt und ne Menge Leute hatten sie gehört sich kennengelernt vernetzt Und wie es so schön heißt auch Blut gelegt.
00:06:10: zehn Jahre, ein paar Experimente eine Pandemie und eine spontane Signalnachricht.
00:06:16: später haben wir dann noch immer einen Mietvertrag unterschrieben.
00:06:21: Wie damals bei der Besetzung kam ne Eigendynamik auf mit der eigentlich niemand vorher so richtig gerechnet hat.
00:06:28: die Koralle wurde zum Leben erweckt.
00:06:32: Die Koralle ist ein Nachbarschaftsraum in Essen von Hausen hinter dem auch ein gemeindeziger Verein steht.
00:06:40: Unser Kollektiv besteht im Moment aus ungefähr vierzig Leuten, die sich alle rein ehrenamtlich engagieren und tieraktiv sind.
00:06:47: Die haben alle auch auf unterschiedlichen Wegen in die Kuralle gefunden, kommen aber hauptsächlich hier aus dem Vettel.
00:06:53: Wir sind komplett selbst verwaltet und unabhängig das heißt wir sind reinen Spenden finanziert.
00:07:00: Wir verstehen uns als Ort zum Zeitverbringen ohne Konsum zu wagen, wobei halt eine Mitgestaltung des Raums durch Besuchende und Leute im Bitte ausdrücklich erwünscht ist.
00:07:09: Und auch immer unterstützt und möglich gemacht wird.
00:07:13: Wir verstehen aber definitiv auch als politischer Ort an dem sich vernetzt und organisiert werden soll und kann.
00:07:21: um möglichst niedrigschwellig zugänglich zu sein, für auch das gesamte Viertel müssen alle Angebote bei uns im Raum kostenfrei nutzbar sein.
00:07:31: Also genau kommt uns gerne mal den Essen besuchen oder checkt irgendwie unser Insta aus unsere Website corallepunktorg.
00:07:37: wir freuen uns immer über Austausch und neue Gesichter!
00:07:57: Ja ich treffe mich jetzt mit Carla hier in unserem digitalen Aufnahmestudio und wir werden jetzt gleich über ihre Kampagne alles beginnt in Zentrum sprechen.
00:08:04: Aber
00:08:04: erst mal schön, dass du da bist, Carla.
00:08:06: Hallo!
00:08:07: Hallo?
00:08:07: Ich freue mich, dass ich da sein kann...
00:08:09: Ja, schön.
00:08:10: Jetzt haben wir eben schon zwei Soundbites gehört die so ein bisschen erklären oder erzählen was autonome Zentren sind oder was da passiert.
00:08:18: Carla Du bist ja jetzt Teil dieser Kampagne für die Unterstützung von Soziokulturellen und Autonomenzentren.
00:08:23: Erzähl doch mal unseren Hörerinnen und Hörern kurz damit sie dich auch ein bisschen kennen lernen können wer du eigentlich bist und wie du mit diesen Zentren im Büro gekommen bist.
00:08:33: einem Jahr jetzt für die Kampagne als Kampagnenmanagerin zuständig und meinen eigenen Berührungspunkt mit AZ liegt jetzt schon ein bisschen länger, obwohl gar nicht mal so lange in der Vergangenheit.
00:08:43: Vielleicht vor so sieben, acht Jahren?
00:08:45: Und ich kann gar nicht wirklich so einen spezifischen Ereignis oder irgendwas erzählen.
00:08:49: oder das Konzert, dass mich am meisten geprägt hat... Für mich ist es viel mehr die Menschen, die ich dort kennengelernt habe meine eigene politische Organisierung, die dann dort stattgefunden hat und dadurch auch irgendwie Berührungspunkte zur kritischen gesellschaftlichen Analyse oder zur Theorie, zu linker Theorie.
00:09:10: Die ich dort einfach kennengelernt habe und die mich bis heute quasi weiter verfolgt und begleitet und auch die Erfahrung dort selber was machen zu können.
00:09:19: also Nach ein paar Jahren, als ich dort so rumgehangen habe oder mit Leuten mich getroffen hab.
00:09:25: Habe ich mit anderen zusammen eine Workshop-Reihe ins Leben gerufen wo Leute ganz unkompliziert einfach ins AZ kommen konnten nichts zahlen und dann Einführungsworkshops zu emanzipatorischer Theorie um Praxis teilnehmen konnten.
00:09:40: Und das haben wir organisiert.
00:09:42: und es war so einfache weil wir mussten einfach nur sagen okay wir machen das jetzt und Dann war quasi alles da was wir gebraucht haben also Räume, WLAN Institutionelle Gegebenheiten.
00:09:52: Und ich glaube diese Selbsterfahrung, das war für mich... Das ist für mich prägend gewesen oder ist es heute noch und ist mir total wichtig?
00:10:00: Cool!
00:10:01: Ja, das ist ja auch was, was es, glaub' ich, für viele Menschen erlingt.
00:10:03: Szene irgendwie ziemlich prägent, das erinnere ich mich irgendwie bei mir am Anfang auf jeden Fall auch als ich zu Ende Gelände gekommen bin.
00:10:09: Dass es super einfach war selbst etwas zu starten oder selbst irgendwie Teil davon zu werden und dann irgendwie ihr Dienst dafür zu entwickeln.
00:10:16: Was jetzt cool wäre zu machen und dass dann relativ einfach machen zu können ohne sich irgendwie Superviel Gedanken, um Vereine oder keine Ahnung, Institutionelles drum herum machen zu müssen.
00:10:25: Sondern irgendwie ein Loszulegen und das ist ja auch wirklich eine coole Erfahrung von Selbstermächtigung.
00:10:30: Total!
00:10:32: Also was ich auch so toll fand und für mich ne neue Erfahrung, dass mir einfach niemand reinredet... Wir haben entschieden wir wollen es machen, wir haben uns einen Plan gemacht und dann haben wir das so gemacht.
00:10:40: und ich finde das ist da auch ne Erfahrung die man Wenn man nur so aus Uni, Schule und vielleicht irgendwelchen Vereinen kommt gar nicht kennt weil es da immer irgendwelche Leute gibt die noch ein Wörtchen mitzureden haben.
00:10:51: Und das finde ich auch super wertvoll einfach selber was machen zu können.
00:10:56: Es ist irgendwie lustig weil ich glaube es ist ja eigentlich gar so einen Wert der auch gar nicht soweit weg ist von so einem sehr sehr bürgerlichen Verständnis eigentlich von zivilgesellschaftlichem Engagement und Eigenverantwortung und dass dann aber auf jeden Fall oft sehr linke Strukturen sind die das eigentlich so richtig ermöglichen.
00:11:12: auch Es gibt jetzt in Deutschland fast überall autonome oder selbstverweite sozial-kulturelle Zentren.
00:11:18: Vielleicht kannst du uns noch mal ein ganz bisschen mitnehmen, warum die Zentren entstanden sind und warum es gerade in Deutschland so viele davon gibt?
00:11:27: Ja ich glaube ist das ganz schwierig da eine allgemeine Geschichte zu erzählen weil es super unterschiedliche Gründe und Bewegungen gab und vor allem wenn man sich... Also natürlich gibt's zwischen Ost und West total die Unterschiede allein zeitlich aber auch wegen der Gründe.
00:11:42: Ich glaube, in Westdeutschland gibt es einmal oder gab es einmal in den Siebzigern... ...oder Ende Sechziger Anfang Siebziger die Jugendzentrumsbewegung.
00:11:50: Also einfach von Jugendlichen selbst die Forderungen Räume zu haben.
00:11:55: Indem sie selbst zuschnitt also irgendwie das was ich gerade gesagt habe was ich so toll finde dass dann die damals sich dort erkämpfte einfach aus dem Grund weil es wenig Freizeit angebugt für Jugendliche gab Dort viel mit geredet wurde.
00:12:07: und auch wenn man sich Gesellschaft in dieser Zeit anschaut Irgendwie die Aufarbeitung mit den Nationalsozialismus war auch ein wichtiger Punkt, warum Jugendliche einfach gesagt haben wir brauchen was Eigenes.
00:12:22: Wir möchten nicht in dieser Gesellschaft weiter mitmachen also so ein bisschen Rebellion gegen ältere Generationen und gegen das was das in Deutschland auch bedeutet Und der Wunsch nach Freiräumen machen zu können was man will ohne Konsumpflicht in Räumen abhängen, ohne was zahlen zu müssen.
00:12:43: Das war auch ein riesiger Punkt und ich glaube man kann jetzt gar nicht sagen dass diese Jugendzentrumsbewegung die war sehr politisch und auch in Teilen sehr links.
00:12:52: aber es gab halt auch Jugendzentren Bewegungen die jetzt nicht so mega links waren wo sie einfach nur darum gingen einen Freiraum zu haben.
00:12:59: Aber da gab's eine große Überschneidung dann mit linken antifaschistischen Gruppen.
00:13:05: Ja wie gesagt das ist so sehr schwer glaub' ich da etwas Einheitliches zu sagen.
00:13:09: Und dann gab es eben in den Achtzigern die Hausbesetzungsbewegung, also wo viele Häuser einfach besetzt wurden weil es keinen Wohnraum gab.
00:13:16: Weil Wohnraum gebraucht wurde.
00:13:18: Daraus hat sich dann auch viel entwickelt definitiv.
00:13:21: und wenn man jetzt in die DDR schaut oder später nach Ostdeutschland... Da fing das schon auch in den achtzigeren Ahnen mit zur Hausbesetzung.
00:13:35: Einfach weil es wenig, also genau aus dem Wohnraummangel oder auch der Wunsch da war Räume zu haben für Menschen die so aus dem von der DDR der gewünschte Mensch was wie der halt sich zu verhalten hat dass man sich da so ein bisschen rebellieren wollte Oder einfach nach Musik hören wollte und so weiter genau aus so einer rebellischen Aktion.
00:13:59: Aber ich glaube, die meisten Jugendzentren sind dann schon im Osten erst nach der Wende entstanden und aber eben kamen bestimmt teilweise auch so Hausbesetzungen, kamen aber auch wenn ich jetzt Konne Eilent hier in Leipzig mir anschaue... Die waren erst irgendwie eine Gruppe an Leuten, die in Leibzig Konzerte veranstaltet haben, aber halt Konzerten, die ein bisschen aus der Norm gefallen sind also was heißt aus der norm?
00:14:22: Aber halt eher so Punk oder Hardcore und die diese Konzerte auch mit einem politischen Anspruch veranstaltet haben, dass sie gesagt haben okay wir möchten offen sein für alle Identitäten.
00:14:34: Wir wollen keine Rechten hier sowas und daraus ist dann letztendlich das Conor Island auch entstanden was ja heute viel mehr ist als ein Konzerthort.
00:14:43: Ja spannend!
00:14:44: Das heißt es gibt einerseits irgendwie so eine Abgrenzung von sozusagen dieser Nachkriegsgesellschaft in Westdeutschland und dem Wunsch sozusagen daneben ein bisschen freiere Räume irgendwie zu schaffen.
00:14:56: Dann halt die Hausbesetzungsszene, das ist auch.
00:14:58: ich habe natürlich in der Recherche für die Folge vorher so ein bisschen nochmal durch die Gegend gelesen und bin aus einer Webseite der Konrad Alenauerstiftung gelandet, die ja auch natürlich geschrieben hat dass es ganz gefährliche Orte sind überall wo sich in Deutschland eine linke
00:15:11: Subkultur gründet, sozusagen
00:15:13: gehört die Haus-Besetzung irgendwie dazu und sozusagen dann natürlich aber genau diese Orte zu schaffen an den Sachen im Stadt finden können und dann in Ostdeutschland sicherlich, wie du jetzt nach der Wende gesagt hast.
00:15:28: Nach der Wendel nochmal so ein besonderes Bedarf auch linke Orte zu schaffen an denen subkulturell stattfinden kann.
00:15:34: Das sind ja vielleicht so bisschen die Stränge aus denen wir jetzt so geschichtlich kommen.
00:15:38: was finde ich auch irgendwie total interessant.
00:15:41: halt einfach sozusagen wie bei verschiedenen historischen Zeitpunkten ja Orte einfach so wichtig geworden sind.
00:15:47: also das ist einfach eine Haus oder einen Raum.
00:15:52: Ich weiß nicht zum Beispiel das Zentrum in Köln, die haben mir sogar noch ein bisschen Garten dabei.
00:15:57: Also sozusagen so ein bisschen größeres Raum gibt an dem Jugendlicher oft ja aber manchmal auch dann schon auch jüngere oder ältere Erwachsene sich halt einfach ihr eigenes Ding machen können und alternativ vielleicht zur kapitalistischen Gesellschaft ausprobieren können.
00:16:15: wenn wir jetzt historisch weggehen und eher auf die heutigen Gegebenheiten gucken Kannst du vielleicht noch mal erzählen, was sich heute in diesen Räumen abspielt?
00:16:26: Ich würde sagen verändert.
00:16:29: Natürlich haben sich Sachen verändert seit den siebzigern und achtzigern, aber ich glaube da herrscht schon eine ganz große Kontinuität einmal in dem wie die genutzt werden.
00:16:38: und warum also einfach der Wunsch unter der Anspruch... Kultur und Politik selber zugestalten, statt nur repräsentiert zu werden.
00:16:49: Das ist was das auf jeden Fall gleichgeblieben ist.
00:16:53: Und auch eine alternative zu einer kapitalistischen Konsumgesellschaft darzustellen.
00:16:57: Dass da heute noch genau so vorherrscht wie in den Siebzigen.
00:17:03: Auch ein Ort für Leute aus der gesellschaftlichen Norm fallen, dass es gleich geblieben... Ja, und auch wenn ich an so Diskussionen denke die heute irgendwie stattfinden an so Orten.
00:17:17: Also politische Diskussion.
00:17:18: Ich glaube da gibt es auch... Das ist ziemlich viel gleichgeblieben!
00:17:23: Ich glaub in den Achtzigern haben die wahrscheinlich genauso über männliches Redeverhalten diskutiert wie heute.
00:17:28: Natürlich ist bestimmt sehr vieles besser geworden das möchte ich gar nicht sagen aber so grundsätzlich ist auch einfach viel gleich geblieben.
00:17:36: Ich find's immer so spannend wenn man sich mal so Musik anschaut oder auch Musik in Deutschland generell welche Bands heute super erfolgreich sind.
00:17:44: Ich sage jetzt mal zum Beispiel so was wie Togatronic oder die Toten Hosen.
00:17:47: und wenn wir uns dann anschauen, wo haben sie denn eigentlich gestartet?
00:17:51: Dann waren das halt immer Jugendzentren!
00:17:54: Und auch heute ist es noch so dass kleine ein bisschen unbekanntere Bands vielleicht nicht dem Mainstream angehören.
00:18:00: Das sind Bands, die in Azettes oder in Jugendzentern spielen.
00:18:05: und genau Musik ist einfach so ein riesengroßer relevanter Faktor für für diese Orte, aber auch diese Orten sind halt ein riesengroßer relevanter Faktor für diese Bands oder für diese Musik.
00:18:17: Und ich glaube dass ja heute gerade was so Mainstream-Musik und Kultur.
00:18:23: die Würde dieser Kultur und Musiklandschaft würde nicht so aussehen hätten wir nicht die Jugendzentren wo das alles anfängt.
00:18:31: Ja und ansonsten genau wie...was macht diese Zentren heute aus?
00:18:36: Es sind Orte der Selbstverwaltung, es sind Orten um einfach abzuhängen.
00:18:40: Du hast ja auch gerade schon gesagt, es gibt irgendwie Zentren die haben auch so große Garten oder so Orte zum Skaten oder man kann einfach die Wände besprühen ohne dass irgendwas daraus folgt.
00:18:51: Man kann einfach machen und diskutieren politisch, man kann sich streiten.
00:18:55: ich glaube das sind wirklich Orte wo Streit stattfinden kann und auch soll und natürlich zerbrechen da vielleicht auch mal Beziehungen.
00:19:01: aber ich glaube dort kann das auch viel ausgehalten werden.
00:19:06: Es sind Orte, in denen Demos gegen Rechtsorganisiert werden an den CSTs organisiert werden.
00:19:12: Es sind konsumfreie Orte.
00:19:13: also ich weiß nicht die haben diese Orte so vieles und ich glaube so viel ist was sie halt auch vor vierzig Jahren schon waren wo man ja auch einfach sieht die Relevanz wird nicht weniger ganz im Gegenteil.
00:19:32: Das können wir nur dank des Supports unserer vielen Fördermitglieder, die was tun und den Dessence-Podcast monatlich mit einem Beitrag unterstützen.
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00:19:51: Falls du noch nicht dabei bist dann kannst du das ganz einfach mit ein paar Klicks auf den Link in den Show Notes ändern.
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00:20:03: Vielen Dank und jetzt viel Spaß beim Weiterhören.
00:20:12: Also so ein bisschen, wenn ich das jetzt nochmal zusammenfassen würde im Grunde Orte an denen linke Organisation stattfinden kann.
00:20:20: Wie du jetzt gesagt hast die CSDs oder die Muskigen rechts ist ja jetzt wirklich auch gerade was super Zentrales dass es dafür irgendwie Orte gibt.
00:20:28: dann beginne von Subkultur also sozusagen Startpunkt für viele Bands.
00:20:34: Das kann ich mich auf jeden Fall gut erinnern, dass ich komme aus einer kleinen Stadt in Ostdeutschland und dass da gibt es so ein sozialkulturelles Zentrum.
00:20:44: Und da kam auf jeden Fall auch immer, das war ungefähr der einzige Ort in der Stadt wo halt so Bands hingekommen sind und wo es irgendwie ausser die Möglichkeit gab überhaupt als Jugendliche das schon so ein bisschen ja das irgendwie mitzukriegen, dass man Konzert gibt oder also gerade weil man jetzt nicht soes Geld hatte nach Berlin reinzufahren.
00:21:01: Das finde ich sozusagen ist ja so ein bissel.
00:21:03: der dritte Punkt den ihr jetzt auch gesagt hast sozusagen Orte ohne Konsumzwang Und selbst wenn man da ein bisschen was konsumiert, halt zu günstigen Preisen und ich finde das ist ja etwas, das gerät schnell mal aus dem Blick.
00:21:13: Aber gerade für Jugendliche ist es ja total wichtig weil die oft einfach wirklich sehr wenig Geld haben.
00:21:17: Und sonst von gesellschaftlicher Teilhabe eigentlich total ausgeschlossen sind.
00:21:22: Das gilt natürlich aber auch für ältere Leute, die einfach wenig Geld habe dass es voll wichtig ist, dass es Orte gibt an denen sie irgendwie sein können.
00:21:29: Weil sonst ja man ist ja auch sozusagen weiß, dass gerade Leute, auf das Haus auch gar nicht mehr verlassen, weil die ganzen in der Gesellschaft teilhaben können.
00:21:38: Und für sicherlich gehen nicht alle am Leute sozusagen so zu kulturelles Zentrum oder in einem Autonomous-Zentrum, weil es eine sehr spezifische Subkultur gibt von dem jetzt auch nicht alle Teile sein wollen und so.
00:21:49: aber trotzdem gibt's halt die Möglichkeit.
00:21:52: Ja definitiv!
00:21:53: Und was natürlich auch noch ein mega relevanter Punkt ist irgendwie... Das sind ja auch Räume, die offen sind für queere Menschen.
00:22:01: Für nicht weiße Menschen und ich glaube gerade in so auch ländlicheren Regionen wo man viel mehr auffällt sind das halt auch die Orte wo man überhaupt sein kann wer man ist und wenn man sein möchte und auch gleichgesinnte trifft und ich glaub dass es auch was das darf man echt nicht unterschätzen wie wichtig deshalb diese orte sind.
00:22:19: Dann diesen Orten geht es aber gerade nicht so gut.
00:22:22: Du hast mir vorgespräch erzählt, dass es einfach so gerade verschiedene Bedrohungslagen gibt die viele dieser Zentren ja sowohl wirtschaftlich als auch physisch bedrohen.
00:22:31: Erzähl doch mal was da gerade los ist.
00:22:34: Genau also wie du schon richtig sagst, die Bedrohhungslage ist auf jeden Fall vielseitig.
00:22:39: Was man natürlich auf jeden fall sagen muss und was man auch viel mitbekommt sind Angriffe von rechts Angriffs von Nazis das für diese natürlich alle nichtrechte Orte oder Menschen irgendwie Angriffsfläche.
00:22:50: Und das sieht man dann ganz, ganz deutlich bei so als hätte die regelmäßig wirklich von Nazis angegriffen werden.
00:22:56: Ich glaube es gibt keine Woche vorbei in der wir nicht von einem Angriff hören bundesweit jetzt gesehen weil das sind ja auch wie wir schon gesagt haben Orte, die sich aktiv rechten entgegenstellen und natürlich sind sie damit beliebte Angrifsverläche von Nazis.
00:23:11: ich habe auch ein paar Beispiele zum Beispiel Wie das Regenbogen-Kombinat im Cottbus oder auch Queers an Deniers in Mönchengladbach wurden jetzt in den letzten Zeit von Rechten angegriffen, im Sinne von rechte Schmierereien.
00:23:26: Also da wurden Hakenkreuzen auf Regenburger Flangen gemalt oder an die Wände geschrieben so was wie wir hassen euch!
00:23:33: Gerade solche Schmieraereien, das passiert super, super häufig aber auch.
00:23:37: zum Beispiel letztes Jahr wurde des autonome Jugendhausts in Bagdeheide in der Nähe von Hamburg Niedergebrannt.
00:23:45: Das war auch der dritte Brand innerhalb von einem Jahr dort und das wurde auch immer mit die Brände wurden, mit Vandalismus und Rechenschmierereien begleitet oder in Cottbus, Cottbus ist auch ein Ort wo einfach viel passiert.
00:24:00: Und die Zelle neunundsittzig wurde auch richtig oft eigentlich angegriffen und einmal gab es einen Vorfall da wurden sie mit Fackeln angegriffene und da gab's also diese.
00:24:10: Die Angreifer haben sich selbst als Adolf Hitler Hooligans bezeichnet.
00:24:14: Also schon einfach irgendwie Next Level und man muss ja auch mal vor Augen finden, was bedeutet das für die Menschen vor Ort?
00:24:21: Also die Sicherheit ist einfach ganz extrem eingeschränkt dadurch also auch des Sicherheitsempfinden aber auch die tatsächliche Sicherheit.
00:24:30: Und was bedeutet es für die menschen die dahin gehen die vielleicht eh schon sich nicht so richtig sicher fühlen und dann der Raum in dem sie irgendwie sein können, wird dann auch zusätzlich immer wieder angegriffen.
00:24:42: Das ist natürlich eine enorme Einschränkung und viele werden sich bestimmt auch fragen okay gehe ich da weiter hin oder nicht?
00:24:48: Also das sind dann eher andere Überlegungen.
00:24:50: aber was so Angriffe auch bedeuten ist Geld.
00:24:54: also weil wer bezahlt denn die eingeschlagenen Fenster, wer bezahlt ihr rausgesprengten Türen oder neue Sicherheitskonzepte?
00:25:02: Ich meine autonome Zentren oder sociokulturelle Zentren funktionieren ja auch Wir haben das schon jetzt öfter gesagt, es sind konsumfreie Orte.
00:25:10: Das ist meistens keine Wirtschaftsbetriebe die da sehen auch Fördergelder und Spendengelder.
00:25:15: Und da sind wir auch schon direkt beim nächsten Problem also wie funktioniert denn Förderung aktuell?
00:25:20: Es wird super viel gestrichen.
00:25:22: ich glaube jeder Person die sich aktuell mit politischer Bildung Kulturförderung Jugendförderungen auseinandersetzt weiß es wird super viele Gelder gestrichene und dass dann halt die orte damit am aller schnellsten gestrichen.
00:25:34: Das heißt, es ist eh schon immer finanziell schwierig und eng und wenn da noch was passiert sind einfach oft nicht die Mittel
00:25:40: da.".
00:25:41: Ja das habe ich jetzt auch schon öfter gehört auch von Freunden, die irgendwie in diesem ganzen Demokratiebereich arbeiten und so dass da ja jetzt auch gerade dadurch, dass dieses bundesweite Programm Demokratie Leben gekürzt wird oder zum Teil zusammengestrichen wird, dass da jetzt einfach an vielen Stellen irgendwie Gelder fehlen, die genau also einfach viele Projekte auch gefördert haben aber Sicherlich zum Teil auch solche Orte.
00:26:03: Wie ist denn das, wenn dann praktisches Geld da auch vielleicht lokal verteilt werden muss?
00:26:08: Wie funktioniert es denn?
00:26:09: Gibt's da sozusagen vielleicht jetzt auch noch mal so spezielle Bedrohungslagen oder spezielle neue Situationen in Ostdeutschland und Westdeutschen Land?
00:26:17: Ja, das ist ein guter Punkt.
00:26:18: also generell, wenn man sich anschaut wie Bundesgelder verteilt wird sowohl in Kulturförderung aber auch bei Demokratie leben ist es so dass die Vereine oder Initiativen sich bewerben und eventuell dann das Geld bekommen.
00:26:32: Aber dann muss die Kommune vor Ort noch darüber entscheiden, ob das Geld wirklich ausgezahlt wird.
00:26:38: Manchmal muss dann auch noch einen eigenen Teil von der Kommune bezahlt werden.
00:26:42: aber das Problem ist dabei dass viele Kommunen vor Ort dann halt auch einfach sagen können nein diese Initiative bekommt das Geld nicht obwohl es freigeschalten werden würde von der Bundesregierung.
00:26:53: Und das passiert auch tatsächlich relativ... Also es passiert einfach öfter, dass dann die Kommunde vor Ort sagt Nein Weil wenn man sich dann anschaut, wer wählt dafür oder wer stimmt dafür?
00:27:02: Wer wählt dagegen.
00:27:03: Da sieht man auch okay die AfD stimmt natürlich dagegen aber die stimmt auch gemeinsam mit der CDU dagegen.
00:27:11: also dass jetzt irgendwie auch CDU und AfD gemeinsam abstimmen ist da auch keine Neuigkeit mehr und passiert auch nicht nur im Osten muss man auch dazusagen.
00:27:19: klar da sind die Kräfteverhältnisse nochmal anders.
00:27:22: oft als im Westen aber auch im Westenden siebzig quasi gegen gegen emazebatorische Projekte entschieden.
00:27:30: Und das ist auf jeden Fall ein riesengroßes Problem, zum Beispiel beim NDK in Wurzen war es jetzt zwei Jahre in Folge so dass die Kulturförderung vom Bund bekommen hätten aber sich dann der Stadtrat dagegen entschieden hat.
00:27:42: und das bringt dir halt natürlich vor wahnsinnige Probleme weil das sind da nicht auch nur zehn tausend Euro, sondern zweihunderttausend mit denen das ganze Jahr quasi finanziert werden würde.
00:27:52: und das ist einfach das zu stemmen ohne Bundesgelder oder ohne Gelder von Staat ist einfach, also nur durch Spendengelder würde ich damit sagen.
00:28:02: Ist ja quasi utopisch.
00:28:05: Ja das ist irgendwie sozusagen so eine Situation.
00:28:07: die gab es tatsächlich auch in meiner Heimatstadt irgendwie gerade dass da gibt's halt dieses soziale kulturelle Zentrum auch von dem ich vorhin schon kurz erzählt habe und jetzt seit schon seit einigen Jahren einen von der AfD tolerierten Bürgermeister von so einem naartfreien Wählerzusammenschluss.
00:28:23: Und die haben jetzt auch gerade entschieden, dass sie praktisch fast allen Kulturinstitutionen in der Stadt das Geld streichen.
00:28:29: Weil Sie auch kürzen müssen.
00:28:30: aber natürlich ist das dann ja Punkt sozusagen an dem Sie unbedingt kürzten wollen weil es sozusagen auch sehr einfach wirklich gar kein Interesse an so einer linken oder links-liberalen Stadtgesellschaft irgendwie haben und daran, dass diese sich auch an Orten irgendwie organisieren und zusammenkommen kann.
00:28:44: Und definitiv ich finde es auch spannend wenn man sich mal anschaut was auch die Selbstverständnisse dieser Orte dann auch manchmal sind.
00:28:52: Genau, ich hab auch immer einfach dezidiert linke Orte dann im Kopf.
00:28:56: Aber wenn man dann mal ... keine Ahnung in Ostdeutschland sich die Dörfer anschaut und wo so zu Kulturelle Zentren sind, die sind ja nicht mehr spezifisch links das sind ja keine... also das sind nichts zwingender Maßen immer irgendwelche vermeintlichen Antifa-Kids, die da abhängen Das sind ja manchmal nur nicht rechte Orte Also Orte, die nicht rechts oder konservativ sind Und die werden quasi angegriffen von Also, entweder von Nazi direkt oder angegriffen im Sinne von sie bekommen keine Förderung.
00:29:26: Und das ist schon einfach krass!
00:29:29: Ja es ist echt erschreckend auch wenn man dann ja merkt dass es gar nicht mehr so leicht wird eine rechtliche Monie irgendwie nochmal wieder aufzubrechen.
00:29:38: also weil sozusagen wenn man sich dann vorstellt das kennt man jetzt in Ostdeutschland schon auch an vielen Orten das einzige Stadtfest wurde noch von der AfD gemacht und kurz man sozusagen der nicht rechten Stadtgesellschaft noch den einen Ort weg, den es sonst noch gibt an dem vielleicht noch was organisieren könnte oder an dem man sonst noch zusammenkommen würde.
00:29:53: Dann ist das irgendwie ganz schön.
00:29:54: also wird's auch immer schwieriger so gerade auf dieser kulturellen Ebene so eine Rechenhegemonie auch wieder etwas entgegenzusetzen.
00:30:00: Ja definitiv und ich glaube dass ist auch was, was Westdeutschland echt auch vom Osten mal lernen sollte, dass man halt jetzt gerade auf jeden Fall in so Strukturen Geld packen muss, also Strukture im Sinne von sozial-kulturellen Zentren.
00:30:15: Weil das sind halt die Orte, die noch vor Ort was gegen den Rechten mehr als Gesellschaft irgendwie oder rechtskonservative Mehrheitsgesellschaft ausrichten können.
00:30:24: und wenn die Orten auch wegfallen wie du schon sagst dann sieht es ganz schön düster aus und dass es dagegen muss man halt einfach etwas machen.
00:30:33: So hat es noch im Vorgespräch erzählt, dass es in Westdeutschland aber schon auch in westdeutschen Städten nochmal so ein bisschen spezielle Herausforderungen gibt damit daß einfach es in vielen Städtens starke Gentrifizierungsprobleme irgendwie gibt.
00:30:45: Ja genau, das ist jetzt was wir vermehrt von Zentren aus Westdeutschland gehört haben dass deren großes Problem sind einfach die richtig hohen Mieten, dass sie sich halt die Räume nicht mehr leisten können.
00:30:56: ich finde das ist etwas was in Ostdeutschein schon noch weniger der Fall ist natürlich auch in den Städten immer stärker wird.
00:31:03: aber in Westdeutchen es ist schon ein riesengroßes Problem ja niemand mich sich mehr die Mieten leisten kann.
00:31:09: also Also weiß ich auch nicht, wie man diese Entwicklung entgegensteht.
00:31:13: Das ist einfach ein riesengroßes Problem!
00:31:16: Ja genau und also bevor man dann praktisch dieser Gentifizierungsbewegung oder Entwicklung was entgegensetzen kann braucht man auf jeden Fall eigene Orte an dem man sich überhaupt erst dagegen organisieren kann
00:31:26: und
00:31:27: bis dahin und braucht man für die irgendwie auch mehr Geld.
00:31:30: Und da setzt ihr jetzt ein Ihr habt die Kampagne alles beginnt im Zentrum gegründet um dafür Geld zu sammeln.
00:31:37: Erzähl doch mal was ihr eigentlich genau macht.
00:31:39: Genau, mit der Kampagne Allesbeginn im Zentrum haben wir zum einen wie du schon sagst eine Spendenkampagne aber auch eine Informationskampagne gegründet.
00:31:47: Also wir wollen immer auch aufklären über die aktuelle Situation von so zu kulturellen Zentren in Deutschland und dann vor allem Geld sammeln, Spendensammeln um diese Orte konkret zu unterstützen.
00:31:59: und dazu haben wir zwei also einen großen Förderfonds und zwei Förderrichtlinien.
00:32:05: quasi einmal haben wir die Akutförderung.
00:32:08: Die setzt dann an, wenn Zentren angegriffen werden.
00:32:10: Wenn die Gelder gestrichen bekommen oder auch keine Ahnung mieten gekündigt werden aufgrund von politischen Druck in der Kommune oder so irgendwas Dann können sich die Orte bei uns einen Antrag stellen.
00:32:24: Der geht auch relativ unkompliziert.
00:32:26: Wir wollten das so unbürokratisch wie möglich gestalten Und in einer Höhe von bis zu zweitausend Euro kann man sehr leicht Geld bei uns bekommen und auch sehr schnell.
00:32:36: Und das ist der eine Fördertopf.
00:32:38: und der andere Fördertopf, ist die Strukturförderung.
00:32:41: Das passiert jetzt im Herbst also im nächsten Monat zum ersten Mal dass wir vier Zentren über drei Jahre lang fördern und dabei wollen wir ganz konkret die Strukturen fördern.
00:32:52: Wir wollen nicht einzelne Projekte fördern sondern wir wollen die Räume vor Ort finanziell unterstützen damit eben quasi gedanklicher Raum ist für anderes, damit die Menschen vor Ort einfach Zeit haben wirklich auch die Projekte umzusetzen und sich auszudenken.
00:33:09: Dass nicht die ganze Zeit darüber nachgedacht werden muss wie jetzt die nächste Miete oder die nächste Stromrechnung bezahlt werden kann.
00:33:16: dafür haben wir die Strukturförderungen aufgesetzt.
00:33:18: das ist natürlich wesentlich viel mehr Geld als jetzt die akute Akute Unterstützung eine Scheibe reparieren zu lassen.
00:33:27: Und aktuell trägt das auch noch die Monam-Stiftung.
00:33:30: Die Monam Stiftung ist quasi die Stiftungen, die hinter der Kampagne alles beginnt im Zentrum steht und die trägt dieses Jahr noch diese Strukturförderung.
00:33:41: Wir hoffen aber natürlich dass das perspektivisch über die Spendengelder funktionieren kann.
00:33:53: Du hörst den Was-Tun-Podcast und Inken spricht heute mit Carla von der Kampagne Alles beginnt im Zentrum darüber, wie sich autonome Zentren und soziokulturelle Zentren vor der zunehmenden Bedrohung durch Kürzungspolitik und den Rechtsruck schützen können.
00:34:08: Wenn du Menschen kennst die diese Folge auch interessieren könnte dann schick ihn noch jetzt den Link zur Folge.
00:34:14: klicke dafür einfach auf den Teilenbutton in deinem Podcatcher!
00:34:18: Und jetzt viel Spaß beim Weiterhören.
00:34:20: Ja cool, das heißt da gibt es genau auch wieder so zwei Stränge.
00:34:33: Und bei der Akutförderung hast du mir erzählt dass ihr da schon so vierzigtausend Euro verteilt habt.
00:34:38: Wir sozusagen wer spendet denn da und was können da vielleicht auch andere Initiativen die auch Geld sammeln?
00:34:43: Auch von euch lernen?
00:34:44: wie habt ihr das geschafft jetzt auch nicht so viel Zeit so viel Geld zu sammlen?
00:34:48: Ich finde es eine gute Frage weil wer spende da eigentlich irgendwie so ein bisschen würde ich's auch mal gerne wissen.
00:34:53: Ne also ganz konkret wissen wir natürlich wer das ist.
00:34:56: Aber aufgrund von so wer folgt uns auf Instagram und was für Nachrichten bekommen wir, können wir natürlich schon eine ungefährliche Einschätzung treffen.
00:35:03: Ich glaube das sind aktuell vor allem Leute die selber in sozial-kulturellen Zentren irgendwie groß geworden sind, denen die super wichtig sind, die etwas gegen rechts machen wollen hat man jetzt auch gemerkt.
00:35:13: nach der Wahl in Sachsen-Anhalt sind auf jeden Fall die Spendengelder noch mal ein bisschen... mehr in die Höhe geschossen.
00:35:19: Genau, ich glaube das sind so die Leute, die aktuell spenden.
00:35:22: Ich glaube es ist schon noch viel quasi aus der Bubble.
00:35:25: Ich glaub wir haben's noch nicht wirklich geschafft sag' ich jetzt mal Leute außerhalb der Bubble zu erreichen.
00:35:31: Das ist voll okay!
00:35:33: Ich glaube, es wäre auch schön wenn wir darüber hinauskommen und da auch quasi das Geld für Leute in der Bubble quasi reinholen.
00:35:42: Und ich finde es eine gute Frage, was wir anderen Initiativen raten können.
00:35:47: Für uns ist schon auch viel Try and Error.
00:35:50: Natürlich sind wir mit einer Strategie und einem Plan in die Kampagne reingegangen.
00:35:55: Wir haben uns letztes Jahr im November gelornt und unsere Idee war einfach bei wie wenig Reichweite hatten – auch die Monumstiftung gibt's erst seit zwanzig-einundzwanzig.
00:36:06: Die hat jetzt nicht die größte Reichweitaute, sondern eine recht kleine Stiftung.
00:36:11: Und dann haben wir uns natürlich die Frage gestellt, wie erreichen wir die Menschen?
00:36:14: Und die Idee war dann gut.
00:36:16: Wir fragen Bands an, die eben ihre Anfänge in diesen Orten hatten und fragen die, ob sie quasi unsere Kampagne über ihre Netzwerke teilen oder uns öffentlich willsam unterstützen.
00:36:31: Das hat teilweise ganz, ganz gut geklappt!
00:36:34: Also wir haben viel Unterstützung bekommen von Bands wie Torotronic, von den Beatsticks... Genau, von den goldenen Zitronen.
00:36:42: die haben irgendwie unsere Kampagne auf Instagram geteilt.
00:36:45: Das war mega hilfreich auf jeden Fall.
00:36:47: Trotzdem war das auch irgendwie ein längerer Prozess.
00:36:51: also viele Bands haben uns natürlich nicht geantwortet was ja auch klar ist.
00:36:55: sie bekommen tausende Anfragen.
00:36:57: dann ist schon fair dass man nicht irgendeine Kampagne unterstützt die bis zu dem Zeitpunkt noch gar nichts vorzuweisen hatte.
00:37:04: ich habe mittlerweile sind wir da echt an einem anderen Punkt weil wir schon sehr sehr viele Leute oder Orte unterstützen konnten.
00:37:10: Genau, das heißt es war irgendwie auch so... Wir haben versucht mit einer Strategie reinzugehen.
00:37:15: Das hat auch funktioniert.
00:37:16: Es hätte immer kann alles besser laufen.
00:37:19: wir hätten auf jeden Fall noch mehr erreichen können aber ich glaube so gesehen ist es schon gerade ganz gut und was wir jetzt versuchen ist einfach noch mehr Aufmerksamkeit zu generieren also irgendwie uns stärker zu vernetzen.
00:37:32: Wir sind schon supergut vernetzt.
00:37:34: Wir haben mittlerweile recht großes Netzwerk an Soziokulturellen Zentren.
00:37:39: Also wir werden glaube ich, da sind bestimmt, ah, sechzig Zentren mittlerweile Teil davon und ich glaub das ist einfach was, was wir weiter machen müssen also Weiteraufgangsamkeit für die Generationen generieren und ja versuchen Leute dazu zu bringen uns zu unterstützen.
00:37:58: Und natürlich funktioniert das über Social Media.
00:38:01: Ich wünschte, wir würden einfach in jeden Ort fahren können und sagen können Hallo hier sind vier.
00:38:05: Das machen wir deshalb ist das wichtig unterstützt uns aber das natürlich utopisch.
00:38:09: also dafür haben wir echt nicht die Ressourcen.
00:38:11: Wir sind auch ein sehr sehr sehr kleines Team Ja genau und deshalb müssen wir uns auf das konzentrieren was wir gerade haben und dass es Social Media.
00:38:20: Okay cool Aber ich meine das ist ja irgendwie auch ein wichtiger Ansatz.
00:38:23: Wir reden manchmal Wenn wir sozusagen oder wenn ich auch so Strategie Beratung mache dann ist das auch ein richtiger Ansatz zu gucken was man an Ressourcen hat und nicht irgendwelche Strategien zu überlegen, die man am Ende gar nicht umsetzen kann sondern wirklich so einen ressourcenbasierten Ansatz zu gucken.
00:38:39: Was hat man denn?
00:38:39: Hat man Geld, hat man Zeit, hat ein gutes Netzwerk sozusagen was davon und dann darauf auch zu setzen und ich finde auf jeden Fall spannend dass ihr ja mit Geld gestartet seid und dann praktisch euer Netzwerk beim Netzwerk festgestellt habt da gibt es eigentlich gute Ressoursen und je weiter aufgebaut habt also mit sozusagen diesen Bands.
00:38:57: das war auf jeden fall eine richtig gute Idee zu sagen, es gibt ja viele große Bands die in diesen Zentren irgendwie gestartet sind und die da ihre Anfänger erlebt haben.
00:39:06: Und gerade wenn sie so ein bisschen älter werden dann gibt's ja oft auch ein bisschen Nostalgie vielleicht noch mal und dann auch Bereitschaft das wieder zu unterstützen an diese Orte.
00:39:16: Definitiv!
00:39:17: Also ich merke auch dass umso bekannter wir werden, desto mehr besser funktioniert das natürlich auch.
00:39:22: also es gibt jetzt Im Frühjahr hat uns Mirko von Ankel M angeschrieben, für die das nicht kennen ist ein Musiklabel, die auch viel so Hardcore unter anderem machen.
00:39:33: Es ist gar nicht meine Musikrichtung deshalb hoffe ich dass sich jetzt nichts falsches sage.
00:39:37: aber genau ich denke das und dir haben jetzt oder Mirko hat jetzt für diesen Herbst eine Soli-Konzertreihe mit seinen Bands organisiert.
00:39:44: Das heißt viele seiner Bands spielen jetzt im Oktober November in so ganz kleinen Orten in Azettes, in Jugendzentren, die sie selber viel abgehangen haben.
00:39:54: Und wollen damit natürlich Aufmerksamkeit schaffen und vielleicht ein bisschen Geld und Spendeneinnehmen für uns aber auch für die Orte an denen Sie spielen.
00:40:06: Mirko ist einfach auf uns zugekommen und so was passiert mittlerweile auch und das ist auf jeden Fall was mich mega freut wo wir auch merken es funktioniert offensichtlich was wir machen Das wird schon auch sehr gut angenommen.
00:40:18: Wir bekommen eigentlich auch nur positives Feedback und das ist schon etwas, was ein Jahr dann noch immer wieder motiviert.
00:40:25: weil ich glaube bei dieser Kampagne ist es irgendwie für uns wichtig dass wir langfristig denken.
00:40:31: Wir wollen jetzt nicht nur ein zwei Jahre da sein und irgendwie mit der Gießkanne ein paar Brände löschen sondern wir wollen schon versuchen eine Langfristigkeit, eine langfristige Alternative aufzubauen für soziokurte Relezentren.
00:40:46: Und genau, da ist es mega toll wenn immer wieder dann Leute doch auf uns zukommen und uns unterstützen.
00:40:52: Wir merken okay das macht alles Sinn wir können so weitermachen.
00:40:57: Das ist ja auch ein guter Gradmesser.
00:40:59: vielleicht ob man gerade in gesellschaftlich relevantes Thema getroffen hat mit der eigenen Kampagne ob sozusagen irgendwann so eine Art Resonanz gibt und so genau Menschen irgendwie auch.
00:41:08: vielleicht wenn man so bisschen bekannter wird immer noch mehr Menschen hören von der Initiative und kommen dann auch wieder auf euch zu.
00:41:15: Und ich finde es gerade ganz spannend nochmal zu sagen auch, genau.
00:41:18: Es geht gerade so ein bisschen entgegen der sonstigen Förderlogik nicht nur darum jetzt einmal Brenne zu löschen hast du grade gesagt oder jetzt einmal wieder für ein paar Jahre was zu geben sondern wirklich vielleicht auch jenseits von staatlicher Förderung, so'n bisschen tragfähigere Finanzierungskonzepte da haben sich zu überlegen
00:41:36: Ja!
00:41:36: Ich glaube das ist also man sieht ja wie wichtig das gerade ist.
00:41:40: Man sieht hier dass man sich wirklich Ausstaatliche Förderung verlassen kann, weil das wird super schnell gestrichen.
00:41:46: Also ich glaube alle die irgendwie im weitesten in diesem Bereich arbeiten oder aktiv sind merken gerade wie prekär das ist und dass wir Alternativen brauchen.
00:41:57: definitiv
00:41:58: Okay ja dann haben jetzt glaube ich den Hörerinnen und Hörern sozusagen glaube ich konnten die gut nachvollziehen warum sich jetzt gerade wichtig ist euch zu unterstützen.
00:42:06: Wie können denn Menschen die jetzt zuhören diese so zu kulturellen Zentren noch unterstützen?
00:42:10: natürlich mit der Spende über euch, das ist klar.
00:42:12: Aber vielleicht gibt es ja noch was darüber hinaus für alle die vielleicht auch nicht so viel Geld haben oder jetzt gerade nicht spenden können?
00:42:18: Ja auf jeden Fall!
00:42:19: Ich glaube es gibt immer Möglichkeiten.
00:42:21: also natürlich freuen wir uns immer um Überverbreitung.
00:42:24: Also erzählt einfach euren Friends davon, erzählt euer reichen Onkel davon vielleicht auch.
00:42:31: und ansonsten finde ich auch unterstützt die Räume vor Ort geht bei euch in der Umgebung wo auch immer ihr seid Besucht die AZS, werdet Teil davon.
00:42:43: also macht mit.
00:42:45: Engagiert euch dabei.
00:42:46: aber ich glaube das ist natürlich auch wichtig.
00:42:48: die Orte leben von den Menschen die sie gestalten und dass es was für alle die irgendwie nicht das Geld oder nicht das Netzwerk haben wo ich denke ja das ist auf jeden Fall eine Möglichkeit jetzt vielleicht nicht unsere Kampagne aber das was uns sehr wichtig ist zu unterstützen
00:43:03: Ja, schön.
00:43:03: Das ist ja ein schöner Schluss eigentlich.
00:43:05: auch zum Anfang des Gesprächs wurde auch meint, dass deine ersten Eindrücke oder die ersten Begegnungen als Set so wichtig waren wegen der Menschen, die du da kennengelernt hast.
00:43:12: und jetzt nochmal darauf zurückzukommen um zu sagen auf die die Orte leben halt von den Menschen die da auftauchen und die mitgestalten.
00:43:19: Von daher vielen Dank für das Gespräch Carla!
00:43:22: Und wir erfolgen euch bei der Kampagne wie.
00:43:24: wir verlinken natürlich euer Instagram und die Websites in den Show Notes.
00:43:28: dann können sich alle noch mal selbst umgucken.
00:43:30: Gerne!
00:43:31: Vielen Dank für die Einladung, dass ich hier heute sein durfte.
00:43:35: Danke schön!
00:43:52: So und wie immer nach dem Gespräch sitzen Weintchen und ich jetzt zusammen und sammeln die losen Enden ein.
00:43:58: Und ich frage meine Weintin zuerst.
00:44:01: Du hast ja jetzt das Gespräch gehört.
00:44:03: Was ist dir besonders aufgefallen oder was ist hängen geblieben?
00:44:07: Ja ich glaube also irgendwie steht dieses ganze Gespräch für mich sehr unter dieser Überschrift von Angriffe auf Demokratie-Projekte eben auch sehr stark über diese Fördergeldstrukturen, die es eben lange gab.
00:44:20: Da gibt's ja das Stichwort Demokratie Leben, dieses Förderprogramm vom Bund durch das halt viele kleine demokratieinitiativen Autonomizentren und alle möglichen anderen Strukturen ,die eben nicht nur in irgendwelchen Großstädten existieren sondern auch in kleinen Städten und auf dem Plattenland.
00:44:39: Den wird jetzt gerade politisch so ein bisschen die Fördergrundlage immer stärker entzogen, was halt für viele ein totales Problem ist und was gerade dort nochmal viel mehr zum Problem wird wo demokratische zivilgesellschaftliche Strukturen sowieso nicht so stark ausgeprägt sind.
00:44:57: Das sind ja dann häufig auch die Gegenden in denen der Rechtsrück besonders stark ist und in denen die AfD eben jetzt erst in den Stadtparlamenten saß aber jetzt auch immer mehr im Landtag immer stärker wird oder sogar wie in Sachsen-Anhalt fast die absolute Mehrheit stellt.
00:45:14: Und ich finde, da merkt man einfach wieso der Wind sich politisch gedreht hat und auf einmal das da ganz schön einsam wird in diesen Projekten.
00:45:24: Man merkt aber eben auch dass die Abhängigkeit von der staatlichen Förderung ein totales Problem ist.
00:45:29: Ich habe neulich mal irgendwo gelesen, dass das ein Aspekt ist an dem sich Deutschland unterscheidet von vielen anderen Demokratien.
00:45:37: Dass eben die Staatsquote so heißt es dann an diesem zivilgesellschaftlichen Projekt sehr hoch ist.
00:45:44: Dass eigentlich im internationalen Vergleich oder in der vergleichenden Politik Wissenschaft meistens eher ein Indikator für autoritäre Regime ist, hier kommt das aus einem anderen Hintergrund entstanden vor dem Hintergrund des Zweiten Weltkriegs und den Versuch eben in Deutschland dann eine demokratische Kultur aufzubauen.
00:46:08: aber Nichtsdestotrotz wird das eben jetzt zum Problem, dass man da lange den Luxus hatte sich nicht groß Gedanken darüber machen zu müssen wie man solide Finanzstrukturen auch schaffen kann.
00:46:19: Und jetzt sind wir in so einer Übergangszeit, dass es noch nicht die Kultur gibt sag ich mal, die selbstverständlich macht viel zu spenden um solche Projekte zu unterstützen von privater Seite aber eben die staatlichen Förderungen auf einmal nicht mehr kommen.
00:46:34: und sodass ist gerade dieses Interregnum, in dem wir uns befinden.
00:46:39: Voll!
00:46:40: Es ist ja auch wirklich so dass es in vielen Ländern den Zeit nicht so viel von diesen Vorderstrukturen gibt.
00:46:45: Es dafür viel normaler ist wirklich viel Geld auch an zivilgesellschaftlich oder politische Organisationen zu spenden die man selber gut findet.
00:46:52: also ich kann das aus den USA zum Beispiel und das gibt's halt hier nicht so sehr und das ist dann natürlich irgendwie entsteht ein echt so finanzielles Fakuum.
00:47:00: Und irgendwie ist es aber auch eine Folge gewesen.
00:47:01: über Fundraising könnte man sagen oder?
00:47:03: Also das finde so könnte man es ja auch noch mal betrachten, es ist nicht so gesellschaftspolitisch.
00:47:09: Sondern eben nochmal ein bisschen mehr Hands-on.
00:47:11: also die machen letzten Endes eine Spendenkampagne und haben ja diese zwei Spendenziele einerseits diese Akutförderung und dann aber auch die Strukturförderungen.
00:47:21: Und vielleicht können wir da auch noch ein bisschen überreden was das praktisch im Bezug auf Handraising bedeutet weil ich denke so ein paar Sachen kann man da auf jeden Fall auch dran lernen.
00:47:29: Ja voll gerne!
00:47:30: Ich habe noch einen Punkt vorher der mir irgendwie nochmal einfach deutlich aufgefallen ist in dieser Folge oder an dieser Folge, nämlich tatsächlich irgendwie was für eine echt schwierige Rolle gerade auch die CDU spielt.
00:47:42: In diesem Klima, in dem die AfD immer stärker wird.
00:47:45: Weil es jetzt gerade im Beispiel mit Demokratie leben so ist dass grade ja die CDU-Familienministerin Karim Prien das Programm so umgestaltet Und da jetzt, das hat ja Carla auch erzählt als praktisch diese neue Regelung gibt dazu dass es weniger Geld gibt.
00:48:00: Gibt's auch noch die neue Regelungen?
00:48:02: Dass für das Geld damit ausgeschüttet wird immer die lokalen Parlamente oder Bürgermeister und sozusagen Stadträte zustimmen müssen.
00:48:10: Das ist natürlich in gerade so zu sagen vielen ostdeutschen Kommunen aber auch schon einigen West-Deutschen wo dann die AfD die Mehrheit hat oder auch AfD-nahe Organisationen haben ist das verhindert total jeder Unterstützung der Bundesebene noch für die Zivilgesellschaft an auch den lokalen Strukturen vorbei.
00:48:30: Und da frage ich mich schon, ob es irgendwie Dummheit oder Plan ist oder woher das kommt und ob die Idee dahinter ist dass man dann einfach weniger Geld verteilen muss aber wie eigentlich irgendwie sozusagen die CDU schon dabei hilft die zivilgesellschaft aus dem Weg zu räumen.
00:48:49: Ja, vor allem weil das ja genau die Orte sind an denen es am notwendigsten wäre.
00:48:55: Man braucht jetzt nicht das Demokratie-Projekt...
00:48:58: In Berlin?
00:48:58: Also ist auch schön aber!
00:49:00: Ja ich meine gut in Berlin letztendlich ist die AfD viel zu stark.
00:49:03: Aber so, da gibt es schon total viele Angebote und in der Abwägung wäre es wahrscheinlich halt woanders viel dringender nötig.
00:49:09: Und dann sind eben die Akteure so stark dass sie das verhindern können.
00:49:12: Zumal
00:49:13: sind wir bei dem Finanzthema, das sind ja in Tendenz ja auch die Orten gerade aus Deutschland wo es halt nicht noch große Stiftungen gibt oder andere große Geldgeber, die dann mal noch zum Projekt durchfördern.
00:49:23: Genau aber da setzt sich die Spendenkampagne an
00:49:26: und ich fand bei der Spenden Kampagne eben das Interessante nochmal so ein bisschen nachzudenken darüber was brauchen eigentlich erfolgreiche Spendenkampagnen?
00:49:35: Also was braucht es dafür irgendwie Geld?
00:49:38: Brauchen ja eigentlich immer alle.
00:49:39: also wenn man jetzt in Projekten Initiativen fragen würde niemand würde sagen ne danke Aber viele sind eben auch ein bisschen ratlos, wenn es dann darum geht was denn eigentlich entscheidend dafür ist wann eine Kampagne viel Geld fundraising kann und wann nicht.
00:49:54: Und da finde ich's einfach noch mal so interessant jetzt da so'n paar learnings to sammeln.
00:50:04: Ja genau das Eine is dass in der staatlichen Förderstruktur also bei allem was über Anträge läuft letztendlich immer Projekte sehr förderfähig sind, also wir wollen irgendwie was neues starten über ein begrenzten Zeitraum und brauchen dafür irgendwie ein bisschen Geld um irgendwie auf die Beine zu stellen.
00:50:25: Und was ja auch eine schöne Sache ist dass man Geld für Projekty kriegt aber häufig man eben auch Strukturen finanzieren muss.
00:50:33: Also Geld für Stellen die einfach längerfristig da sind und verfügbar sind.
00:50:39: Geld für Räume Geld für laufende Kosten, Miete, Strom, Wasser.
00:50:44: Diese ganzen Sachen und das sind eben Sachen die in dieser staatlichen Förderlogik nicht so förderwürdig sind weshalb eben gerade auch diese längerfristigen dieser Strukturaufbau wie wir es ja dann im linken Kontext oft nennen eben total erschwert ist.
00:51:02: Und da finde ich vor dem Hintergrund eben auch cool zu sagen Wie kann man das denn über eine Spendenkampagne organisieren dass Leute längerfristig eine Perspektive haben.
00:51:13: Ja voll, das fand ich auch total interessant!
00:51:15: Ich glaube die erste Sache die ich da echt cool fand in der Kampagne war dass sie finde ich so einen extrem guten Ressourcenansatz gemacht haben also einfach geguckt haben was sind die Ressousten die Sie haben und was sind auch die ressourcen mit denen man mehr Menschen erreichen kann?
00:51:29: Und darf nicht zum Beispiel den Namen total klug gewählt haben.
00:51:33: alles beginnt im Zentrum Bands, die im Zentrum angefangen.
00:51:38: Also in Zentren autonomen oder in dutzigkulturellen Zentren angefangen haben und alles beginnt im Zentrumen.
00:51:45: Ah, Bits kürzt sich ab aber man kann es auch als Art Z lesen also das gleichzeitig einen Shortcut zu Autonomenzentren.
00:51:51: irgendwie und sozusagen fährt damit irgendwie Dog Whistled so ein bisschen in die eine Richtung, in die sozusagen linke und linksautonome Richtung und stellt aber eigentlich diese kulturschaffenden Stärke an den Fokus und arbeitet dann ja auch in der Spendenkampagne stärker mit denen, weil die halt bekannter sind und das ist ja auch die erste Ressource sozusagen, die sie haben.
00:52:11: Nämlich einfach dieses Netzwerk was sich dann auch aufgebaut hat aus nämlich Kulturschaffenden, die in so kulturellen Zentren angefangen haben.
00:52:19: Ja voll, das ist cool und ich finde aber beim Namen auch noch irgendwie nice dass es eben auch appelliert an eine biografische Referenz so ne?
00:52:28: Also man erinnert sich auch daran wie man selber vielleicht wenn man da Kontakt hatte eben damals selber saß und dann so denkt.
00:52:35: das möchte ich jetzt auch anderen ermöglichen, dass das in Zukunft diese Momente geben kann.
00:52:40: Ja, das ist ja super schlau weil viele Leute es sich halt tatsächlich so sagt ja Karl auch an Erfolge, dass in sozialkulturellen Zentren vor allem Jugendliche auch viel sind und das aber natürlich Jugendlichen nicht so viel Geld haben sondern Geld haben da meistens die Erwachsen, die Jugendlichen die erwachsen geworden sind und irgendwie entweder einen Job haben oder halt vielleicht erfolgreiche Kulturschaffende sind.
00:52:58: Und das sind auch die leute die spenden können.
00:53:00: und es stimmt für was du sagst mit diesem nahmen man irgendwie so ein bisschen halt diese nostalgische Seite anspricht.
00:53:06: Immer natürlich die Spendenbereitschaft total öhn.
00:53:08: Genau,
00:53:09: aber ich würde vielleicht gerne nochmal darüber reden.
00:53:11: also das was ich selber kennengelernt habe aus dem Fundraising-Bereich ist eben auch ähnlich wie in dieser staatlichen Förderlogik dass es total schwer ist zu sagen gib uns doch mal regelmäßig zwanzig bis fünfzig Euro im Monat weil wir würden gerne eine Stelle damit finanzieren sondern dass es meistens auch leichter ist, Leute anzusprechen und zu sagen wir wollen... Wir brauchen eine neue Tür oder wir brauchen ein neues Dach.
00:53:39: Und wenn jetzt so und so viele Leute Betrag X spenden dann ist das möglich und da haben die Leute das Gefühl das ist irgendwie so achievable und am Ende auch man kann das so fast ein bisschen messen den Erfolg der Spendenkampagne Das ist nicht so'n Loch in das mein Geld rein schaufelt und man weiß gar nicht genau was damit passiert.
00:53:58: Ich hab aber das Gefühl, dass das bei über diese Orte vielleicht noch mal ein bisschen anders auf funktioniert.
00:54:03: Als man da vielleicht das gerade irgendwie cool findet zu wissen ich habe da so eine Fördermitgliedschaft bei einem Ort den ich selber vielleicht gar nicht nutze Aber durch meinen regelmäßigen Beitrag gibt es den und kann ich den erhalten.
00:54:16: Das finde ich irgendwie nochmal ne andere Denke bzw.
00:54:19: Diese Frage des Orts bietet sich vielleicht noch einmal anders dafür an um auch so längerfristige Förder- und Fundraising Kampagnen erfolgreich umzusetzen?
00:54:29: Ja, das glaube ich auch.
00:54:29: Weil bei diesen Orten gibt es ja einerseits vielleicht auch immer so ein bisschen das Gefühl da könnte man mal hingehen.
00:54:34: und genau diese nostalgische Erinnerung vielleicht auch an ähnliche Orte ist ganz anders als Stellen.
00:54:38: Bei Stellen denken wir sich halt so ganz viele Leute engagieren sich ehrenamtlich.
00:54:42: warum sollte die Person extra für bezahlt werden.
00:54:44: Zumindest oft in Deutschland ist mein Zettel in anderen Ländern noch anders aber...
00:54:47: Und trotzdem finde ich's natürlich krass wenn jetzt man also kann mir vorstellen dass die Akutförderung eben sehr gut anläuft, dass man da eben sehr schnell Geld zusammen kriegt damit die Leute eben mal hier und mal da Reparaturen machen können oder so.
00:55:01: Aber eine staatliche Förderung zu ersetzen durch private Spendenbeiträge ist wichtig, und führt gerade auch kein Weg mehr dran vorbei.
00:55:12: aber es natürlich echt ein dickes Brett also da irgendwie einen Zentrum über mehrere Jahre solide zu finanzieren.
00:55:20: Ja ich meine das wird ja wahrscheinlich nicht komplett ersetzt werden Und es ist ja auch nicht so, dass alle diese Zentren immer staatliche Förderung hatten.
00:55:26: Also viele ja auch nichts und da geht's ja zum Teil auch erst mal darum Gentrifizierungseffekte aufzufallen und dann wieder für eine solide Finanzierung vor Ort zu sorgen oder so.
00:55:37: Oder keine Ahnung, eine Sanierung zu ermöglichen oder so.
00:55:39: und das finde ich aber auch cool in der Kampagne, dass es halt so beide Stränge gibt also sowohl diesen sehr grundsätzlichen Teil wo es einfach darum geht, was wichtig ist, dass sich die Zentren gibt und dass sie erhalten werden müssen an die akuten Bedrohungen richtet und der natürlich wahrscheinlich auch mal besser dafür geeignet ist irgendwie Öffentlichkeit zu schaffen, weil natürlich immer wenn ein Zentrum angegriffen wird dann ist das auch einen Spendencall.
00:56:02: Genau!
00:56:03: Und so ein bisschen der letzte Gedanke über den wir vielleicht noch reden können.
00:56:06: Das muss sich nochmal in unsere letzte Podcast-Folge denken als ich mit Rodrigo Nunes aus Brasilien gesprochen habe darüber was man eigentlich als linke Aktivistin tut wenn Rechte eine Nacht sind Und recht, ich glaube ziemlich gegen Ende des Gesprächs hat er nochmal so gesagt.
00:56:26: Ja die Linke hat eigentlich das den Kampf um die Gesellschaft verloren und da liegt für mich vielleicht ein bisschen eine kritische Verbindung zu der Folge heute alles beginnt im Zentrum weil ich mich gefragt habe ob diese autonomen Zentren sich auch zu sehr der Subkultur zugewendet haben also ob wir es uns als Linke ein Stück weit zu bequem gemacht haben in dieser autonomen Haltung und Kultur, die eben auch gerne so ein bisschen unter sich geblieben ist für viele Leute von außen nicht so anschlussfähig.
00:57:05: Und das auch gar nicht sein wollte, ob das eigentlich etwas ist was man jetzt im Lichte dieser neuen politischen Situation wieder ein Stück weiter korrigieren muss also dass man es mehr schaffen muss diese Orte irgendwie mehr von unterschiedlichen Gruppen genutzt werden können.
00:57:22: Werden sie ja jetzt auch schon, aber ich meine jetzt auch von Gruppen die man jetzt praktisch eigentlich zuerst mal nicht an die man erst einmal nicht denken würde wenn man ein autonomes Zentrum an einen autonome Zentrum denkt.
00:57:32: also warum kann da nicht auch die Rentnergruppe den Tanz-Themen machen so ungefähr?
00:57:37: Wenn die cool drauf sind wäre es ja irgendwie ganz nice wenn man diese Orte gestaltet dass solche Menschen sich dann da auch willkommen fühlen.
00:57:45: und ich musste da vor allem nochmal Projekt denken, das war so eine Art Community-Zentrum oder ja Community-Projekt in Berlin Wedding.
00:57:54: Agnes Reinhold heißen die und die haben letztendlich... Das ist auch so eine art Stadtteilzentrum.
00:58:01: Ist es auch autonom organisiert und durch private Spenden?
00:58:05: Und gleichzeitig haben sie von vornherein total viel Wert darauf gelegt dass nicht alles vollgeteckt ist.
00:58:10: Dass es nicht alles so sondern das ist ein bisschen Auch Anknüpfungspunkte bietet für Nachbarin, die auch irgendwie sich für eine lebendige Nachbarschaft einsetzen wollen und für ein demokratisches Miteinander.
00:58:23: Aber eben vielleicht nicht so sehr verortet sind selbst in so einer linken Sokultur?
00:58:27: Ich glaube aber dass man da nochmal genau auf die Kampagne gucken muss weil Carla das ja auch in dem Interview schon ziemlich deutlich gesagt hat.
00:58:33: und so finde ich, da habe ich es auch wahrgenommen dass tatsächlich die Zentren, die sie fördern sowohl auch als Nomezentren natürlich sind aber auch sozikulturelle Zentren.
00:58:42: Das heißt nennen Sie die tatsächlich ja auch so und da sind auch viele Zentren dabei, das sind queere Zentren auch dabei was ja auch total wichtig ist als zum Teil auch ein Rückzugsort für queere Menschen und Jugendliche in vielleicht auch eine strukturschwacheren Region und aber halt auch einfach wirklich so sozokulturell Zentren wie du gerade beschrieben hast also die nicht total linksautonom sind oder ganz sehr subkulturellings organisiert sind, sondern die vielleicht auch ein bisschen was Bar Kneipenmäßiges haben.
00:59:09: Aber wo dann halt einfach Bands auftreten oder aus der sozusagen Hardcore und Punk-Szene zum Teil das ist jetzt nicht für alle zugänglich aber es hat mir noch mal eine andere Form von Subkultur.
00:59:19: Aber ich glaube schon dass auch ne Aufgabe dieser Zentrum ist weiter in Subkultur zu erhalten und zu fördern weil das schon auch wirklich etwas besonderes im Deutschland ist, dass es die in der Form und in der Größe gibt.
00:59:31: Ja!
00:59:31: Ich glaube ich hätte noch einen kleinen Gedanken den einfach so in der Haltung, in der sie das gemacht haben irgendwie mitnehmen würde.
00:59:38: ich nicht cool fand.
00:59:39: Dass ich das Gefühl hatte dass es kann man vielleicht gar nicht so klar greifen aber dass die so sehr resonanzfähig in der Kampagne sind und dann das hat ja Karl am Ende erzählt, dass da eine Künstler einfach Bock hatte auf ein Solitur für die zu spielen Und dass sich da auch das Gefühl hätte, dass wir halt mit sowas losgegangen sind, wollten Geld sammeln hatten auch noch ein bisschen Strategie dafür und waren immer sehr offen für Dinge die auf dem Weg passieren und die auch oft des Ziels einzahlen.
01:00:03: Und das finde ich nur eine Heidschung, mit der man sich gut mitnehmen kann.
01:00:07: Das heißt nicht dass man alles machen muss was an einen herangetragen wird aber auf jeden Fall auch Chancen die sich bieten halt dann einfach flexibel zu ergreifen.
01:00:14: Dann belassen wir es dabei und hoffen es hat euch gefallen und dass ihr uns gewogen bleibt bis es wieder heisst.
01:00:35: Was tun?
01:00:43: Die Musik kommt von Richard Waterman.